Geben-und-Nehmen-Bude an neuem Standort

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Die Geben-und-Nehmen-Bude, in der Adalbert Allhoff-Cramer und Elisabeth Tillmann stehen, ist wieder geöffnet.

Balve - „Die Geben-und-Nehmen-Bude nach fünf Jahren einfach sang- und klanglos verschwinden zu lassen, wäre viel zu schade“, hatte sich Adalbert Allhoff-Cramer als Nachfolger von Helmut und Marie-Theres Schäfer zu Wort gemeldet.

Das Ehepaar aus Mellen hatte damals – gemeinsam mit dem Balver Fachhandel – die Idee gehabt, mit dieser Bude der Wegwerfgesellschaft eine Alternative zu bieten. Alles, was gut erhalten war, konnte dort abgelegt werden. Gewünscht war, dass jedem, vor allem sozial schwachen Familien und Menschen, die Möglichkeit gegeben werde, sich kurz vor Weihnachten beschenken zu lassen. Eine Gegenleistung war nicht erforderlich. 

Wichtig war den Schäfers, dass sich niemand „überwacht“ vorkam. Nur zur Kontrolle suchten sie die Bude auf und sortierten Sachen aus, die unbrauchbar waren. Sonst aber blieb der Ablauf sich selbst überlassen. Dass vom ersten bis zum letzten Tag die Hütte eine Wundertüte blieb, in der sich das Sortiment täglich änderte, versetzte die Betreiber immer wieder in Erstaunen. Und dass nur wenig Müll zu entsorgen war, zeigte, dass es den Meisten sehr ernst war mit dem Konzept des Gebens und Nehmens. 

So will es auch Adalbert Allhoff-Cramer halten. Auf dem Grundstück der ehemaligen Blasius-Apotheke hat er einen Platz gefunden, wo die Geben-und-Nehmen-Bude wieder aufgestellt werden soll. Eröffnet wurde sie am Mittwoch von Elisabeth Tillmann vom Fachhandel. Bereits am ersten Tag waren die Regale gut gefüllt mit Videokassetten, Spielen, Puzzles, Tellern, Tassen, Lampen, Büchern, Bildern, Gläsern, Mützen und Handschuhen. 

Einen großen Dank richtete der Fachhandel an Allhoff-Cramer, der bis zum 23. Dezember diese kleine Hütte zum Geben und Nehmen offen lässt. Auch an dem neuen Standort gilt, dass kontrolliert wird. Und der neue Buden-Inhaber wolle abwarten, wie diese kleine Bude in der Lage angenommen wird.

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