Balver Festspielverein überzeugt: "Verrückte haben‘s auch nicht leicht"

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Eine Szene aus dem Stück. ▪

BALVE ▪ Barack Obama ist es schließlich, der dafür sorgt, dass der arbeitsscheue Jonas Doppelstein wieder für „uneingeschränkt arbeitsfähig“ erklärt werden kann. Mit dieser überraschenden Auflösung endet das Stück: „Verrückte haben‘s auch nicht leicht“, dessen gelungene Premiere am Samstag gefeiert wurde.

Die gut besuchte Aula bot einen guten Rahmen für einen unterhaltsamen Abend, wurde doch auf die bei Theaterveranstaltungen üblichen Stuhlreihen verzichtet, und stattdessen die Zuhörerschaft an Tischen platziert.

Geboten wurde der Arbeitsalltag in der „Rabenwald-Klinik“, die „Therapie auf allen Ebenen“ verspricht. Ein Blick auf die Ehemaligen-Liste lohnt sich, wie Werner Traud, Ehrenvorsitzender der Festspiele Balver Höhle, in seiner Begrüßung erklärte: Christian Wulff, Peer Steinbrück, Karl-Theodor zu Guttenberg, Tine Wittler, Hubertus Mühling und Charly Grothe, also „eine illustre Gesellschaft“.

In dieser Klinik also will Jonas Doppelstein (Christian Paul) sich für verrückt erklären und damit für dauerhalt arbeitsunfähig schreiben lassen. Dafür zieht er alle Register, um Dr. Else Schoppenhauer (Jeanette Borthwick) und Prof. Dr. med. Scheinheilerin (Sonja Schmidt) auf seine Seite ziehen zu können.

Aber sowohl das medizinische Personal, darunter Schwester Jasmin (Alex Perschke), als auch die Patienten sind nicht ohne, wie der Neue schnell feststellen muss. Wie es schließlich die Ehefrau (Chris Perschke) des eingebildeten Kranken schafft, ihren Mann wieder für sich zu gewinnen, ist sehenswert. Bis dahin gibt es viel Situationskomik, Witz und auch „Kniechen, Näschen, Öhrchen“. Dieses Bewegungsspiel auf der Bühne von Jonas Doppelstein zusammen mit Dr. Schoppenhauer zu sehen, ist eine der besten Szenen des Stücks.

Tobias Brömme, Regisseur, gelang es, die Rollen auch in den Nebenhandlungen mit Mehmet Özgül (Alexander Becker) bestens zu besetzen.

Davon überzeugte sich auch das Publikum; weitere Aufführungen finden in der Realschul-Aula am Freitag, 16., und Samstag, 17. November, jeweils um 19.30 Uhr, und am Sonntag, 18. November, um 16.30 Uhr statt. ▪ Julius Kolossa

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