Balver feiern großartige Fußball-Partys

Die größte Fan-Party stieg in der Balver Höhle: Rund 1100 Besucher verfolgten und feierten hier den 4:-0-Erfolg der DFB-Elf über Australien.

BALVE ▪ Bei drei Public-Viewing-Veranstaltungen in Balve, Garbeck und Beckum haben am Sonntagabend mehr als 1500 Fußballfans den ersten Auftritt der DFB-Elf bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika verfolgt.

Die meisten Besucher verzeichnete erwartungsgemäß die St. Sebastian-Schützenbruderschaft Balve in der Balver Höhle. Annähernd 1100 Fans fieberten hier mit Jogis Jungs, und einige mehr wären auch noch gerne dabei gewesen. Die Veranstalter sahen sich allerdings gezwungen, weiteren Fans den Zutritt zu verwehren – die Höhle wäre einfach zu voll geworden. Gut dran war also, wer sich seinen Platz vor der vier mal sechs Meter großen Leinwand schon frühzeitig gesichert hatte. Viele waren deshalb schon lange vor Spielbeginn gekommen, um sich auf die Partie einzustimmen. Und dabei ging es alles andere als ruhig zu: Die Vuvuzela genannten afrikanischen Plastiktröten hatten in großer Zahl auch den Weg in die Höhle gefunden. Ihre Besitzer erzeugten damit einen ohrenbetäubenden Lärm, der zum Orkan anschwoll, als die vier Tore für die deutsche Mannschaft fielen. Mitten unter den freudentrunkenen deutschen Fußballfans saß mit Beth Pauly übrigens eine Australierin. Die 19-Jährige ist derzeit für ein Jahr zu Gast bei einer Familie in Neuenrade und war in die Höhle gekommen, um das WM-Spiel in einer ganz besonderen Atmosphäre zu genießen.

WM 2010: Public Viewing in Balve

Nicht ganz so laut ging es in der Garbecker Schützenhalle zu, und das hatte auch einen Grund: Die Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige hatte hier ein Vuvuzela-Verbot verhängt, das auch bis zum Schlusspfiff eingehalten wurde. Erst danach brach sich die Freude über den klaren 4:0-Sieg der deutschen Elf mit vereinzelten Tröten-Signalen Bahn. Gejubelt und mitgefiebert wurde aber auch bei der Garbecker WM-Party ausgiebig. Etwa 400 Besucher verfolgten hier das Spiel. Und damit möglichst viele freie Sicht auf die große Leinwand hatten, hatten die Schützen eine kleine Stehtribüne in die Halle gebaut.

Eine Tribüne war in Beckum nicht nötig. Auch hier hatte die Schützenbruderschaft zum Public Viewing eingeladen, aber nur wenige Fußballfans hatten sich in den Essraum der Schützenhalle verlaufen. Da ist für alle, die auch die weiteren Spiele der deutschen Mannschaft zusammen mit anderen verfolgen wollen, noch Platz. Denn das steht bereits fest: Auch am Freitag (ab 13.30 Uhr) gegen Serbien und am Mittwoch, 23. Juni, (ab 20.30 Uhr) gegen Ghana werden die Balver Höhle und die Schützenhallen in Garbeck und Beckum wieder in Fußballarenen verwandelt. ▪ vg

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