Vor einem Millionenpublikum

Balver Distanzreiter gewinnt spannenden TV-Wettkampf

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Bernhard Dornsiepen nahm mit seinem Erfolgspferd „Rio“ an dem TV-Duell gegen Marathonläufer André Collet teil.

Eisborn – Langstreckenpferd „Rio“ ist mit Bernhard Dornsiepen nicht nur amtierender Deutscher Meister im Distanzreiten über eine Strecke von 160 Kilometer, der Araber-Trakehner-Mix kann auch einen Marathon gewinnen – und das vor einem Millionenpublikum im TV.

Die Königsdisziplin der Langläufer mit 42,195 Kilometern hat der 17-jährige Araber-Trakehner-Mix in zwei Stunden und 37 Minuten absolviert. Sein Kontrahent war der Ultra-Marathonläufer André Collet, der nach zwei Stunden und 45 Minuten ins Ziel kam. 

Das Besondere: Das Reglement vom Verein der Distanzreiter sieht vor, dass „Rio“ unterwegs eine Pause von 21 Minuten einlegen musste; der Läufer dagegen lief ohne Pause. 

Dreh erfolgte bereits im September

„Hätte Collet einen noch besseren Tag erwischt und wäre die Strecke nicht so schmierig gewesen, dann wäre es eng für uns geworden“, gab Dornsiepen, der in Eisborn einen Ponyhof betreibt, im Gespräch mit der Redaktion zu. Schmunzelnd ergänzt Dornsiepen: „Jetzt kann ich endlich frei über den Wettkampf reden.“ 

Denn das, was am Samstag bei ProSieben in der Show bei „Alle gegen Einen“ im Fernsehen gezeigt wurde, war bereits im September aufgezeichnet worden. Bis zur Ausstrahlung durfte Dornsiepen natürlich nichts verraten. So stand es auch in einer Erklärung, der Produktionsfirma Brainpool, die der Eisborner unterschreiben musste. 

In der Szene einen Namen gemacht

Angefangen habe alles schon im August: „Brainpool fragte mich, ob ich Interesse hätte, in dieser Sendung mitzumachen.“ TV-Entertainer Elton moderiert diese Spielshow, in der über mehrere Spielrunden ein Kandidat gegen die Zuschauer im Studio und Zuhause antritt und dabei bis zu 100 000 Euro gewinnen kann. Zu Beginn einer jeden Runde wird ein Experiment vorgestellt, dessen Ausgang Kandidat und Zuschauer tippen zu müssen. Im Fall des Duells Pferd gegen Läufer galt es zu schätzen, mit wie viel Vorsprung der Sieger ins Ziel kommt. 

Dornsiepen wurde für dieses Experiment von der Produktionsfirma angesprochen, weil er nicht nur amtierender Meister ist, sondern es vorher auch drei Mal auf Rang zwei schaffte, sich so einen Namen in der Szene der Distanzreiter machte. 

Strecke liegt in Mecklenburg-Vorpommern

Gelaufen wurde in Mecklenburg-Vorpommern, weil nur dort eine Strecke vorhanden war, die Läufer und Pferd gleichermaßen entsprach. „Einen ganzen Tag wurde gedreht“, gibt Dornsiepen einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Fernsehaufzeichnung. „Drei Kamerateams und eine Drohne haben alles aufgenommen.“ Im Trab und Galopp machten sich „Rio“ und sein Reiter dann auf die Marathonstrecke – der Läufer gab von Anfang an Vollgas. Jubeln durfte am Ende allerdings nur das Duo aus der Hönnestadt. 

Für das Siegerteam gab es eine Flasche Sekt und einen Siegerkranz. „Es war ein interessantes Erlebnis“, sagt Bernhard Dornsiepen zufrieden.

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