Letzte Sitzung vor der Sommerpause

Rat bringt Bauprojekte auf den Weg

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So könnte das neue Feuerwehrgerätehaus in Sanssouci aussehen: Kai vom Lehn präsentierte die Entwurfsplanung am Mittwoch dem Rat der Stadt Balve.

Balve – Einstimmig grünes Licht gab der Stadtrat am Mittwochabend während der Sitzung in der Garbecker Schützenhalle für die Entwurfsplanung zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Beckumer und Volkringhausener Feuerwehr in Sanssouci.

Kai vom Lehn vom gleichnamigen Ingenieurbüro hatte die Planung zuvor präsentiert. In dieser sind die Wünsche von Verwaltung und Feuerwehr für ein funktionelles, wirtschaftliches und ökonomisches Gebäude als Gesamtkonzept zusammengetragen. Eine Fahrzeughalle für fünf Fahrzeuge, Seminarräume, eine Büroeinheit, eine Küche und eine eigene Zufahrt gehören dazu. Diese soll im Zuge des Kreisverkehrbaus entstehen, wenn die Arbeiten zur Umgehungsstraße B 229n im kommenden Jahr beginnen. 

Aufgewertet wird das Gerätehaus durch einen Übungsturm, in dem Abseilen aus verschiedenen Höhen möglich sein soll, und eine Photovoltaik-Anlage. An dieser können die Wehrleute auch Übungseinheiten absolvieren. Für das Neubauprojekt beginnt nach der jetzt erfolgten Zustimmung durch den Rat nun die Bauantragsphase. Ende 2020 sollen die Ausschreibungen für die Gewerke erfolgen. 

Fertigstellung wohl Anfang 2022

„Weil mit vorgefertigten Elementen gearbeitet werden kann, reduziert sich die Bauzeit auf etwa ein Jahr“, stellte Kai vom Lehn den weiteren Ablauf vor. „Die vor Corona angedachte Fertigstellung im Dezember 2021 wäre damit nicht unmöglich – weil wir aber zwei Monate durch Corona verloren haben, halte ich den Januar oder Februar 2022 für realistischer.“ 

Mit acht Enthaltungen der Unabhängigen Wählergemeinschaft Balve (UWG) und SPD wurde der Planungsentwurf für das Baugebiet „Schmandsack“ verabschiedet. Drei Mal wurde der Entwurf seit 2016 überarbeitet, die dem Rat nun vorgelegte Fassung stelle, so Bürgermeister Mühling, den „augenblicklichen Endzustand“ dar. 

Weniger Baufläche und ein Kreisverkehr

Neu sind zwei Veränderungen: weniger Baufläche dadurch, dass der Sicherheitsabstand zum Wald vergrößert wurde, und eine Anbindung des neuen Wohngebiets an die K 12 durch einen Kreisverkehr. Damit würden 51 Bauplätze auf etwa 27 500 Quadratmetern bebaubarer Fläche zur Verfügung stehen. 

Theodor Willmes (CDU) sagte: „Wir befinden uns endlich auf der Zielgeraden, sodass es nun zügig weiter vorangehen kann.“ Für Lorenz Schnadt (UWG) zieht sich der gesamte Prozess bereits zu lange hin. Dies bestätigte der Bürgermeister, der auf Verhandlungen mit den Eigentümern, die Schaffung von Wasserrecht und die Zuwegung hinwies. 

Interesse an "Hönnewiesen"-Projekt

Eine Enthaltung aus den Reihen der CDU gab es für den städtebaulichen Vertrag für die „Hönnewiesen“, der damit einstimmig verabschiedet wurde. Nun ist Investor Thomas Budde an der Reihe, den Bebauungsplan für diese Fläche hinter dem Aldi-Markt aufstellen zu lassen. Entstehen sollen Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser. 

Bürgermeister Hubertus Mühling erklärte, dass alle Belange rund um Natur, Umwelt und Nachbarschaft zu berücksichtigen seien. Liegt der Bebauungsplan dann öffentlich im Rathaus aus, dürfen die Balver Stellungnahmen dazu abgeben. Das werden einige der 17 Zuhörer tun, die am Mittwoch diesen Tagesordnungspunkt während der Ratssitzung verfolgten. Denn schon vorab gab es in den sozialen Netzwerken eine Diskussion, wie denn mit dem Verlust dieser Grünfläche zu verfahren sei. „Wir warten die öffentliche Beteiligung ab“, sagte Helmut Schweitzer, einer der Zuhörer, im Gespräch mit der Redaktion. 

Parzellen werden bauträgerfrei verkauft

Thomas Budde, der für die Bokermann-Immobilien bereits den Bau des Netto-Marktes in Balve in die Wege geleitet hat, ist der Erschließungsträger der „Hönnewiesen“. Er erstellt auf einem Hektar, der für die Bebauung genutzt werden darf, die Parzellen und verkauft diese bauträgerfrei.

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