Balver CDU bestätigt Guido Grote im Amt

Zu Gast bei der Jahreshauptversammlung der CDU im Balver Lüll waren auch Landrat Thomas Gemke (2. v. r.) und der Bundesvorsitzende der christdemokratischen Jugendorganisation Junge Union Paul Ziemiak (3. v. r.). - Foto: Kolossa

Balve - CDU-Schatzmeister Manfred Dickgrafe verabschiedete sich am Donnerstagabend nach 22 Jahren aus seinem Amt. Nach eigenen Angaben war er damit der dienstälteste Schatzmeister im Kreis und im Land. Julia Jost übernimmt das Amt jetzt. Die Beckumer Ortsvorsteherin wurde mit 44 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung gewählt.

Glückwünsche zu seiner Wiederwahl als Stadtverbandsvorsitzende gab es für Guido Grote von Landrat Thomas Gemke. Mit 43 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wurde Grote erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Seine Stellvertreter sind Jörg Roland (45 Ja, eine Enthaltung), Hubert Sauer (45 Ja, eine Nein) und Alexander Schulte (42 Ja, vier Nein). Wieder gewählt wurde Geschäftsführer Theodor Willmes mit 42 Ja, zwei Nein und zwei Enthaltungen. Pressesprecher bleibt Marco Voge (41 Ja, vier Nein, eine Enthaltung). Den Beirat bilden elf Beisitzer: Stefan Brinkschulte, Marc Camminady, Christian Daake, Annette Errulat, Björn Freiburg, Martin Gruschka, Tobias Müller, Dirk Rohleder, Christoph Schäfer, Hermann Schmoll und Ludger Schulte-Fabry.

Als Ehrengast der Jahreshauptversammlung der Christdemokraten sprach der Bundesvorsitzende der Jungen Union Paul Ziemiak zum Thema „Gesellschaft im Wandel – Herausforderungen für eine moderne CDU“. Er stellte dabei die Digitalisierung als drängendstes Thema heraus.

Das Internet sei nicht das Ziel, sondern vielmehr die Grundvoraussetzung, damit die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Wettbwerb eine Chance habe, überhaupt mithalten zu können. Aktuell sei es so, dass Deutschland in der digitalisierten Wirtschaft keine Rolle spiele.

Auch auf die Rentendiskussion ging der Politiker ein; so favorisiere er die „Flexi-Rente“, um mehr Möglichkeiten anzubieten, länger zu arbeiten. Es sollten außerdem mehr Gedanken über mehr Einzahler, und nicht über früheren Ruhestand gemacht werden.

In diesem Zusammenhang sah er auch den Nutzen qualifizierter Zuwanderer. Diesen müssten aber auch Chancen gegeben werden, wieder zurück zu kehren und ihr Heimatland wieder aufzubauen.

Und zur Diskussion über Frauenquoten in Führungspositionen meinte Ziemiak: „Durch sprachliche Neuformulierungen macht man noch keine Politik.“

Zu besonderen Ehren im Rahmen der Versammlung kamen neben den langjährigen Mitgliedern Berthold Streiter (50 Jahre), Ilse Bosch, Eberhard Bauerdick, Thomas Gemke, Siegfried Keil, Waltraud König, Bernward Lösse, Helga Rath (alle 40 Jahre) und Heinz Schulte (25 Jahre) auch die ehemalige Kreistagsabgeordnete Maria Gödde sowie Friedel und Lena Harnischmacher.

Das Ehepaar schließt am Ende des morgigen Sonntags, 30. November, nach 32,5 Jahren als Pächter vom Restaurant Balver Höhle zum letzten Mal die Tür ab und geht in den Ruhestand. „Wir haben uns immer hier wohlgefühlt“, lobte Grote. „Wir waren immer hochzufrieden.“ Friedel Harnischmacher wusste noch ganz genau, dass die CDU erstmals im Oktober 1975 dort zu Gast war.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende ging auf ereignisreiche zwei Jahre ein, in deren Mittelpunkt die Bundestagswahlen standen. Weiter fortgeführt werde die Veranstaltungsreihe „CDU vor Ort“ sowie die erst 2013 zusammen mit dem Stadtmarketing ins Leben gerufenen Balver Begegnungen. Im nächsten Jahr soll Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nach Balve kommen, kündigte Grote an.

Von Julius Kolossa

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