Balver bekommt Sozialstunden für Marihuana-Besitz

BALVE ▪ Eine kleine Menge Marihuana, sowie Grassamen und Hanfhalme in seiner Wohnung brachten einem 20-jährigen Balver einen Platz auf der Anklagebank des Jugendschöffengerichts im Amtsgericht Menden ein. Dort musste sich der junge Mann gestern wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Am Ende verließ er den Saal mit 100 Sozialstunden und einigen Auflagen im Gepäck.

Unter anderem legte eine im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellten Schuldnerliste den Verdacht des Handeltreibens nahe. Bezüglich des Zettels gab der Balver gestern an, nicht erklären zu können, was es damit auf sich habe. Zum Thema Handeltreiben schwieg der drogenabhängige Mann. Nach der achten Klasse hatte er die Schule abgebrochen und war danach ziemlich abgerutscht.

Das Gericht entschied, dem Angeklagten 100 Sozialstunden aufzuerlegen. Die muss er in drei Monaten ableisten. Um sein Drogenproblem in den Griff zu bekommen, muss der Balver, der bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, in den nächsten zwei Wochen Kontakt zur Drogenberatungsstelle in Werdohl aufnehmen. Außerdem soll der 20-Jährige die Finger von Betäubungsmittel lassen. Um zu überprüfen, ob sich der junge Mann daran hält, muss er sechs Monate lang alle vier Wochen zum Drogentest. ▪ jape

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