Musicalstimmung und Ehrungen unterm Maibaum

In den Balver Ortsteilen wurden die Maibäume aufgestellt. So auch in Eisborn. - Foto: Kolossa

Balve -  Singen, Tanzen und Gemütlichkeit standen jetzt bei den Maibaumveranstaltungen in den Balver Ortsteilen Langenholthausen, Mellen, Eisborn und Volkringhausen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung in Garbeck musste wegen eines Todesfalls abgesagt werden. Gerne wurde am Mittwoch nach dem Aufsetzen des bunten Maikranzes an allen Orten auf den Mai angestoßen.

In Mellen sangen der Frauenchor und der Männergesangverein sowie erstmals der Projektchor das Lied „Unser Sommer“ aus dem Musical „Mamma Mia“.

In Volkringhausen wurden die Dorfbewohner von Thomas Dodt, Vorsitzender des MGV als ausrichtender Verein dieser Feier, begrüßt. Er freute sich über die große Teilnehmerzahl. Auch viele Kinder feierten mit. Wolfgang Lamm, Schützenkönig, nutzte die Begrüßung, um sich bei vielen Helfern und Unterstützern seit Beginn seiner Regentschaft zu bedanken.

Beim Geselligkeitsverein Waldeslust war es ebenfalls ein Fest für Jung und Alt im und vor dem Vereinsheim, und am Donnerstag traf sich in Eisborn das Dorf an der Schützenhalle, um unter dem Schatten ihres Maibaums zu feiern. Wer zu Hits und Schlagern in den Mai feiern wollte, der war im „Balver Lüll“ und dem „Haus Drei Könige“ richtig – wer dazu noch Tanzvorführungen und Ehrungen verdienter Bürger bevorzugte, der kam nach Langenholthausen.

Auch dort stand zunächst das gemeinsame Singen im Mittelpunkt. Schließlich fand die Maifeier am Mittwoch in der Halle ihre Fortsetzung. Der Musikzug der Freiwillgen Feuerwehr spielte auf, die Jüngeren und Älteren der Tanzgruppe vom TuS Langenholthausen hatten ihre Auftritte. „Ich freue mich, dass Ihr Euch alle für die heutige Tanz-in-den-Mai-Feier Zeit genommen habt“, begrüßte Barbara Wachauf, Vorsitzende des seit zehn Jahren durchführenden Vereinforums, die auch aus Garbeck angereisten Gäste.

Am Herzen lag ihr zunächst die neue Nutzung der Grundschule, die mit Beginn der Sommerferien den Schulbetrieb einstellen wird. Ein Gebäudeteil soll von den Dorfvereinen genutzt werden, der andere soll als Gästehaus mit Seminarraum dazu dienen, Geld für die Unterhaltung der Immobilie zu erwirtschaften. Barbara Wachauf rief dazu auf, sich an dem Namenswettbewerb (wir berichteten) zu beteiligen.

Und dann rief sie die zu ehrenden Bürger auf – ein Programmpunkt, der seit fünf Jahren der Höhepunkt des Festes geworden ist. Diesmal kamen Margot (65) und Franz-Josef Wortmann (71) zu dieser Ehre. „Ich bin sprachlos“, sagte Franz-Josef Wortmann. „Die Überraschung ist Euch wirklich gelungen.“ Dabei wurde in der Laudatio von Barbara Wachauf deutlich, dass das Paar diese Auszeichnung verdient hatte. Er war über 30 Jahre im Kirchenvorstand, darunter viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender tätig. Dabei hat er fünf Pfarrer erlebt. Von 1979 bis 2011 übernahm er alle Verpflichtungen und Tätigkeiten in und um die St. Johannes-Kirche. Dazu zählten der Winterdienst, die Brandschau, die Friedhofspflege, der Ordnungsdienst der kirchlichen Liegenschaften, Durchführungen aller Ortstermine mit Vertretern der Diozöse Paderborn, das Einholen sämtlicher Genehmigungen für kirchliche Veranstaltungen und auch die Organisation des Osterfeuers vor der Auferstehungsmesse. Auch jetzt, nicht mehr im Kirchenvorstand, ist Franz-Josef Wortmann nach wie vor zum Beispiel für Botengänge, das Einzahlen der Kollekte und die Pflege des Kirchenumfeldes zuständig. Barbara Wachauf: „Ebenfalls aktiv bist Du auch in der KAB, die es wohl ohne Dich nicht mehr geben würde.“ Als Vorsitzender, Schriftführer und „Mädchen für alles“ hält er dieses Gremium am Leben. Außerdem ist er der Chronist des Dorfes, denn er hält das Geschehen mit seiner Kamera fest.

Margot Wortmann unterstützt ihren Mann bei seinen Aktivitäten, war selbst mehr als 20 Jahre im Pfarrgemeinderat als Schriftführerin und Kassiererin tätig. Mit Karin Hering hat sie darüber hinaus die Sternsinger eingekleidet und mit Kakao und Brötchen versorgt. Auch heute noch ist sie in Arbeitskreisen der Kirche aktiv, hilft in der Sakristei als Kösterin aus und übernimmt Aufgaben, wenn Leute ausfallen.

Neben der Urkunde als „verdiente Bürger“ bekamen die Geehrten einen Gutschein für ein Wochenende in Schmallenberg-Schanze.

Von Julius Kolossa

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