Alfons Blumenkamp ist Modellbauer aus Leidenschaft

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Alfons Blumenkamp steht vor der großen Modelleisenbahn-Anlage im Bahnhofsgebäude Binolen. Der Senior zeigt auf sein Lieblingsstück unter den mittlerweile insgesamt 42 Modulen: die Burg Klusenstein.

Balve - Alfons Blumenkamp ist in dieser Woche meist im Güterschuppen des Binoler Bahnhofs anzutreffen, wo er die Modellbahnanlage für die Fahrten im Maßstab 1:87 von Neuenrade bis zur Burg Klusenstein vorbereitet.

Der gelernte Modellschreiner hat mit der 1988 von ihm mit gegründeten Modelleisenbahnabteilung ein Betätigungsfeld gefunden, in dem er seitdem voll und ganz aufgeht. Mittlerweile hat die Anlage, die zwischen Weihnachten und Neujahr wieder der Öffentlichkeit präsentiert wird, beeindruckende Dimensionen angenommen: Die 46 Meter Streckenlänge setzen sich aus 44 Modulen zusammen.

„Die Burg Klusenstein ist mein persönliches Highlight“, stellt Blumenkamp sein neuestes Modul vor. In Betrieb ging es bereits im vergangenen Jahr, doch jetzt sind die noch fehlenden Einzelheiten der Nebengebäude, die Felsformationen und Bäume dazugekommen. Die viele Zeit, die Blumenkamp in sein Hobby investiert, zählt der Modellbauer mittlerweile längst nicht mehr. „So manche Stunde kommt da ganz sicher zusammen“, wenn er in seinem Hobbykeller die „Burg“ und andere Einzelteile der Modelleisenbahn bearbeitet.

Hönnetalpanorama wird gezeigt

Gezeigt wird seit 2012 in Binolen das Hönnetalpanorama aus der Zeit der 1960er-Jahre. Damals fuhren noch viele Güterzüge durch das Hönnetal; entlang der Strecke bis nach Neuenrade wurde Kalkstein, Grubenholz und auch Stückgut auf die Schiene verladen.

Diese Zeiten lassen die Eisenbahnfreunde jedes Jahr für einige Tage wieder lebendig werden – diesmal vom 27. bis 30. Dezember jeweils von 13 bis 17 Uhr. Eisenbahnverkehr mit historischen und modernen Zügen auf der Spur HO findet statt. Dabei lohnt es aber auch das Geschehen rund um die Bahnhofsanlagen Neuenrade, Garbeck, Balve, Sanssouci und Binolen zu betrachten. Einige bewegliche Teile sind von den Machern um Blumenkamp und Gerd Humme eingefügt worden, so ein Anwohner beim Holzhacken, ein anderer beim Mähen der Wiese.

Viele Details, aber auch „künstlerische Freiheit“

Blumenkamp kann immer wieder auf Einzelheiten verweisen, die erst beim zweiten oder dritten Mal auffallen. Viel Wert wurde auf detailgetreues Arbeiten gelegt, wobei aber immer auch „künstlerische Freiheiten“ in Anspruch genommen wurden.

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