In Volkringhausen ist die Festwoche eröffnet

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Königin Anke Wortmann taufte den Schützenvogel auf den Namen „Willi I.“. Die Vogeltaufe fand in diesem Jahr erstmals im Rahmen der Bierprobe statt.

Balve - In Volkringhausen ist am Freitag die Festwoche eröffnet worden: Nach dem Fassanstich von Schützenkönig Heiko Wortmann und der Vogeltaufe von Schützenkönigin Anke Wortmann freuen sich alle auf das Schützenfest.

Dieses findet nach 66 Jahren nicht mehr am vierten Wochenende im Juli, sondern erstmals über Pfingsten von Freitag bis Sonntag statt. 

Neu gestaltet haben die Schützen auch die Bierprobe, denn in dieser wurde erstmals der Vogel getauft. Anke Wortmann kam diese Ehre zu, nachdem sie zuvor das von ihrem Ehemann und König Heiko angeschlagene Bierfass angezapft hatte. 

„Ich taufe Dich auf den Namen Willi I.“, ließ sie den Gerstensaft über den Aar fließen. Heiko Wortmann zuckte nur mit den Schultern: „Wie soll er denn sonst heißen?“ Denn „Willi“ ist schon seit frühester Zeit der Spitzname von Heiko Wortmann. Und da lag es auf der Hand, dass „Willi“ am Pfingstsonntag den letzten Schuss in seiner Regentschaft auf „Willi I.“ abgeben wird. 

Vogel erneut von Jan Steinschulte gebaut 

Zufrieden war Jan Steinschulte, in dessen Werkstatt seit 2014 die Königsvögel entstehen. Er hat eigene Vorlagen, nachdem er sich anfangs an denen von Robin Schulz und Volker Kolossa orientiert hat. Auch diesmal ist ihm wieder – da waren sich die 60 Teilnehmer der Bierprobe einig – ein Prachtexemplar gelungen. „100 bis 120 Schuss wird er aushalten“, schätzt Steinschulte. 

Entscheidend ist aber am Sonntag „auf dem Platz“, in diesem Fall im alten Steinbruch. Zuversichtlich ist Brudermeister Stephan Neuhaus, dass sich in diesem Jahr schnell ein neuer Regent finden wird. „Haltet drauf“, ermunterte er die Schützen, sich nicht allzu lange Zeit zu lassen. Heiko Wortmann hat nach 47 Minuten und 117 Schuss im vergangenen Jahr vorgemacht, wie es geht. 

Jungschützen sind mit dabei

Mit dabei im Festablauf sind auch wieder die Jungschützen. „Wir haben uns auf die Planungen für das Schützenfest konzentriert“, sagte deren Vorsitzender Marius Neuhaus im Gespräch mit unserer Zeitung. „Da passte das Jungschützenfest am Abend vor Christi Himmelfahrt einfach nicht in unseren Zeitplan.“ Beide Feiertage lägen zu dicht beieinander, so dass nicht jedes Fest gebührend vorbereitet werden könne. 

Der Jungschützen-Vorsitzende stellte außerdem die personelle Ausstattung der 2009 gegründeten Abteilung vor: aktuell 24 Mitglieder in der Abteilung könnten sich durchaus sehen lassen. Aber sechs davon laufen als Studenten lediglich als „Passive“. Vier weitere erreichen in diesem Jahr die Altershöchstgrenze von 25 Jahren und werden damit ausscheiden. „Und dann sind die fünf Vorstandsmitglieder alle noch im Vorstand und Offizierskorps der St.-Hubertus-Schützen aktiv“, fügte Marius Neuhaus hinzu. 

Jungschützen mit Zukunftssorgen

Als 1. und 2. Kassenwart, Vogelbauer und Offiziere sind diese mit ins Geschehen eingebunden. Damit bleiben noch neun junge Schützen, die ihre Abteilung aufrecht erhalten sollen. „Das werden wir nach dem Schützenfest besprechen“, hat der Vorsitzende dieses Thema auf der Agenda.

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