Keine Gefahr für Anwohner

Mit speziellen Schutzanzügen arbeiteten die Feuerwehrleute im und am Havariebecken.

WOCKLUM ▪ „Von der Freiwilligen Feuerwehr wurde das Gelände an uns ab 21.30 Uhr als sicher übergeben“, fasste Jens Haake, stellvertretender Betriebsleiter von Chemie Wocklum, gestern den Unfall vom Donnerstagnachmittag zusammen. Von Julius Kolossa

Nach seinen Angaben wurde von einer Fremdfirma bei Fassadenarbeiten an der zentralen Abfüllung ein Rohr beschädigt, aus dem Salpetersäure austrat. „Für die Anlieger hat keine Gefahr bestanden“, so Haake.

Chemieunfall in Balve

Balve

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Eine minimale Konzentration der Nitro-Gase (wir berichteten) wurde über der Firmenhalle gemessen, sicherheitshalber wurden umliegende Betriebe und Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch die Hönnetalstraße und die Bahnstrecke waren während des Einsatzes gesperrt.

Im Austausch mit dem firmeigenen Krisenstab – bestehend aus Jens Haake, Manfred Huckschlag und Steffen Eisengardt – machten sich die Feuerwehrleute daran, die Schadenstelle zu lokalisieren. Mehr als 100 Liter 53-prozentige Salpetersäure wurden aus dem 50 Meter langen Rohr in einen Tank abgelassen.

Das Wasser, mit dem die Giftwolke nieder geschlagen wurde, sammelte sich in einem für solche Fälle von der Firma angelegten Havariebecken. Dieses wurde von einer Spezialfirma geleert, und in Iserlohn entsorgt. Haake: „Wir können sicher stellen, dass kein Tropfen des Wassers in die Hönne oder die Kanalisation gelangt ist.“

Zwei der vier Montagearbeiter hatten sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Gefahrenbereich aufgehalten und kamen sicherheitshalber 24 Stunden zur Beobachtung ins Krankenhaus. Eventuell ab Montag kann in der zentralen Abfüllung wieder gearbeitet werden.

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