Priester aus Afrika gastiert in Garbeck

Willi Schmoll, Ugandakreis der Kolpingfamilie-Garbeck, freut sich sehr über den Besuch von Monsignore Dr. Cosmas Alule. - Foto: Kolossa

Garbeck -  Dass Priester in Uganda für die Entwicklung ihres Landes eine große Bedeutung haben, darüber möchte Monsignore Dr. Cosmas Alule am Donnerstag, 14. August, um, 19.30 Uhr im Garbecker Jugendheim berichten. Seit dem 12. Juli ist der Geistliche wieder in Deutschland, seit dem 17. Juli zur Urlaubsvertretung im Pastoralverbund Balve-Hönnetal wieder in Garbeck, und dies inzwischen im 16. Jahr.

Diesmal liegt ihm neben der Seelsorge und Eucharistiefeier auch am Herzen, den Blick auf das von ihm geleitete Priesterseminar zu lenken. „Es ist für manche der 213 Studenten sehr schwierig, 300 Euro im Jahr als finanziellen Beitrag für ihr Studium aufzubringen“, erzählte Dr. Cosmas Alule unserer Zeitung.

Bis 1997 reichten die 1200 US-Dollar aus Rom für jeden Priesteramtskandidaten in einem Jahr aus, um diesen ein kostenloses Studium zu ermöglichen. Obwohl 1200 US-Dollar mit sehr spitzer Feder gerechnet wurden, denn Cosmas Alule, Leiter des Priesterseminars, weiß, dass mindestens 1800 US-Dollar erforderlich sind, um ein Jahr lang alle Kosten zu decken. Inzwischen habe sich der Betrag pro Student auf 600 US-Dollar reduziert. Der Rest müsse durch Einnahmen aus der dortigen Landwirtschaft, der Bäckerei und durch Spenden aufgebracht werden. Etwa 40 Studenten hätten Schwierigkeiten, Geld für ihr Studium aufzubringen, kämen sie doch aus armen Familien oder der Mittelschicht, die keine Möglichkeiten der Unterstützung zur Verfügung hätten.

Alule möchte allerdings keinen Bewerber abweisen, dessen Familie das Geld nicht aufbringen kann. Sein Wunsch ist es, Förderer für seine Studenten zu gewinnen. Da hat er mit dem Ugandakreis der Kolpingfamilie-Garbeck einen langjährigen und erfahrenen Partner an seiner Seite, der Spendenquittungen ausstellt und das Geld weiter leiten wird. Etwa 85 Prozent der Studenten schließen auch ihr Studium als Priester ab, sagt Alule. Dafür studieren sie zunächst drei Jahre Philosophie, dann vier Jahre Theologie. 15 Dozenten, ein Ordensbruder, vier Schwestern und 40 Frauen und Männer im Personal gehörten mit zu dieser großen Familie, der sich die jungen Männer im Alter von 20 bis 24 Jahren anschließen. Sind sie dann zum Priester geweiht, gehört neben seinen seelsorgerischen Tätigkeiten auch, dass sie Schulen, Kindergärten und Krankenstationen einrichten und unterhalten. Weil staatliche Strukturen fehlten, leisten sie auch Aufklärungsarbeit im Kampf gegen Aids, setzten sich für gesunde Lebensführung ein und unterstützten Sozialarbeit in den Slums der Großstädte. Bei alldem werden sie von den deutschen Gemeindemitgliedern mit Geld- und Sachspenden unterstützt. - jk

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