Gemeinde St. Blasius

Grünes Licht für Pfarrheim-Abriss

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Das alte Pfarrheim wird abgerissen.

Balve – Endlich geht's voran: Nach Verzögerungen darf St. Blasius nun das alte Pfarrheim abreißen und ein neues bauen. Das Generalvikariat schickte gleich zwei gute Nachrichten. 

Ein großes Geschenk hat das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn der Kirchengemeinde St. Blasius in Balve zum Osterfest gemacht: Es erteilte die Genehmigung für den Abriss des alten Pfarrheims – und gab zugleich die Genehmigung für den Bau eines neuen Pfarrheims.

„Wir sind wieder optimistischer eingestellt“, sagt Jürgen Känzler, Geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands. Die Stimmung war beim Kirchenvorstand im März sehr schlecht, nachdem das Erzbischöfliche Generalvikariat den Abriss zunächst untersagte und damit verzögerte.

van Elst-Erbe

Der Grund: Der Vermögensverwaltungsrat des Generalvikariats muss bei Projekten, die teurer sind als 500 000 Euro, eingeschaltet werden, um Auswüchse wie in Limburg zu verhindern. Der dortige frühere Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst hatte sich2013 den Umbau seiner Residenz etwa 31 Millionen Euro kosten lassen

Nun ist die Motivation zurückgekehrt bei den Verantwortlichen von St. Blasius. „Unser Ziel ist es, dass wir so schnell wie möglich loslegen können, nachdem wir grünes Licht bekommen haben“, betont“, betont Känzler. Mit dieser „frohen Osterbotschaft“ sind die innerkirchlichen Hürden genommen. Damit ist der Weg frei, um die Baugenehmigung für ein neues Pfarrheim beim Märkischen Kreis zu beantragen. 

Und der Kirchenvorstand will schnell Verbindung mit dem bereits für den Abriss beauftragten Unternehmen aufnehmen. Aber die Firma Driller aus Neheim ist auf anderen Baustellen tätig. Die Auftragsbücher sind voll. 

Neubau-Bescheid in vier bis fünf Monaten 

Das weiß Jürgen Känzler, der mit dem Abriss gerne noch in den Osterferien begonnen hätte. „Wir suchen sofort das Gespräch mit dem Bauunternehmen.“ Die mit etwa 100 000 Euro veranschlagten Kosten für den Abriss übernimmt das Generalvikariat. Der Neubau könnte beginnen, sobald der Kreis grünes Licht gibt. Das könnte in vier bis sechs Monaten der Fall sein. 

Veranschlagt werden dafür etwa zwei Millionen Euro. „Allerdings gehe ich davon aus, dass durch die Verzögerungen die Kosten inzwischen höher sind“, fürchtet Känzler. Das Erzbistum trägt 75 Prozent, die Pfarrgemeinde muss 25 Prozent selbst aufbringen. Ob die Summe, die im dritten und vierten Quartal 2018 errechnet wurde, noch zu halten ist, muss sich zeigen. „In den vergangenen drei Jahren war eine Steigerung bei Lohn und Material für Baumaßnahmen in Höhe von 20 Prozent zu verzeichnen“, sagt Känzler. 

Kosten verdoppelt

2008 kam die Überlegung auf, das 1962 gebaute Pfarrheim umfangreich energetisch zu sanieren und umzubauen. Vor sieben Jahren empfahl das Generalvikariat in Paderborn dann einen Abriss und Neubau, um ein in sich stimmiges Gesamtensemble mit Kirche und Kirchplatz entstehen zu lassen. 2014 folgte ein Architektenwettbewerb, an dem sich neun Büros beteiligten. Im Mai 2015 ging „Banz + Riecks“ aus Bochum als Sieger hervor. 

Ziel damals war es, Kosten von einer Million Euro nicht zu überschreiten und den Neubau 2017 einzuweihen. Weil der Siegerentwurf das Budget um über eine Million Euro überschritt, musste neu geplant werden. Die Balver hätten vom Erzbistum nur 50 Prozent als Zuschuss für den Neubau bekommen. 

Der Kirchenvorstand machte sich in Absprache mit dem Generalvikariat an Planungen für einen kleineren Neubau. Weniger Platz wird benötigt, weil das Pastorale Zentralbüro inzwischen Räume am Kirchplatz 5 bezogen hat. De-Cent-Laden und Pfarrarchiv werden in dem zweigeschossigen Neubau unterkommen; auch Veranstaltungen sind möglich. Mittlerweile liegt die Kostenschätzung für diese Variante allerdings schon mit zwei Millionen Euro beim Doppelten.

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