Mit 80 Sachen durch den Ort

Jens Köster und seine Freundin Christina Krajewski verbringen viel Zeit an der frischen Luft: Ihre offenen Vehikel bieten dazu Gelegenheit. Die Wehwehchen ihrer Buggys beheben sie stets selbst.

VOLKRINGHAUSEN ▪ Sie haben keine Scheiben, keine Türen, kein Dach, der Einstieg erfolgt über eine Strebe, Musik ist auch dann nicht zu hören, wenn sie laut ist – und doch geht für Jens Köster und seine Freundin Christina Krajewski nichts über ihre Buggys.

Von Julius Kolossa

Seit fünf Jahren haben sich die beiden Volkringhausener auf diese Art der Fortbewegung spezialisiert. „Es gibt immer etwas zu tun“, stellte der 29-jährige Verfahrensmechaniker eine Eigenschaft seines Hobbys vor. Ist etwas nicht in Ordnung: Die beiden Buggy-Freunde führen Reparaturen stets selbst durch.

Übersichtlich ist der Zwei-Sitzer in solider Rahmen-Bauweise aus China. Weil alles offen gestaltet ist, könnten auch Reparaturen schnell vorgenommen werden. Ein 1,3-Liter-Motor treibt seinen Wagen an – der seiner 27-jährigen Freundin, die als Köchin tätig ist, hat einen 0,65-Liter-Antrieb.

Über einen Importeur bezogen beide ihre Fahrzeuge. Die Anregungen für die Gestaltung bekamen sie im Internet oder im Buggy-Freundeskreis. Einmal im Jahr machen sie sich auf zu einem Treffen auf einem ehemaligen NVA-Gelände, wobei sie ihr Gepäck im Anhänger verstauen.

Viel Platz ist vorne nämlich nicht, auf Luxus muss im Buggy weitgehend verzichtet werden: Es passt einfach nicht viel rein. Der Fahrer hat das Nötigste vor sich, der Beifahrer kann sich auf das Festhalten an dem sehr stabilen Rahmen, der bei einem Auto als A-Säule bezeichnet wird, konzentrieren. Unten findet er durch eine Fußstütze etwas Unterstützung.

Die offene Bauweise hat ihre Nachteile. Nach kurzer Fahrt muss sich der Fahrer den Mund abwischen, wenn er keine Gesichtsmaske trug. Köster: „Es empfiehlt sich wegen der Insekten und der Kälte, eine Schutzmaske überzuziehen.“

Ein Buggy kann bis zu 80 Kilometer pro Stunde schnell werden. Straßentauglich ist er durchaus: Sicherheitsgurte und zwei Außenspiegel, Licht, Reifen, Bremsen – der TÜV schaut sehr genau hin, wenn die turnusmäßige Vorführung stattfindet. „Wir achten darauf, dass wir immer sicher unterwegs sind“, erläutert Krajewsiki.

http://www.buggy-club.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare