„Der Neue“ auf der Wache

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Seit mehr als 100 Tagen ist Ralf Böhnke nun „der Neue“ auf der Balver Polizeiwache. Im Januar löste er Manfred Lopatenko als Polizeihauptkommissar in der Hönnestadt ab.

Balve - Ralf Böhnke ist in Balve bereits als „der Neue“ bekannt geworden. Seitdem der Polizeihauptkommissar im Januar seinen Bezirksbeamten-Dienst als Nachfolger von Manfred Lopatenko antrat, empfand er das Arbeiten in Balve und den Dörfern in seinen ersten 100 Tagen als „angenehmes Arbeiten“.

Zu den Belangen, mit denen Böhnke zu tun hat, zählen unter anderem Ermittlungen, Verkehrsunfälle und Strafanzeigen.

„Es ist ein interessanterer Dienst als in den vergangenen Jahren“, sagt er dazu. Seitdem er 1981 in den Märkischen Kreis nach Iserlohn gekommen ist, arbeitete er dort in der Einsatzleitstelle und der Datenpflege. „Balve war bis dahin nur vom Durchfahren und aus Gesprächen mit Kollegen bekannt“, sagte er, wie ihm die Hönnestadt bis dahin in Erinnerung geblieben war. Im Sommer vergangenen Jahres leistete der Polizist hier seine ersten Dienste. Offizieller neuer Balver Bezirksbeamter ist der 55-jährige Deilinghofener seit Beginn dieses Jahres.

Seitdem hat er bisher schon mit allen Belangen im Bezirksdienst zu tun. Darunter fallen beispielsweise Ermittlungen, Verkehrsunfälle und Strafanzeigen. „Total verwirrend ist für mich, dass ich von allen gegrüßt werde – auch von den Kindern“, spricht Böhnke über seine Eindrücke von der Hönnestadt. Dieses ihm bisher unbekannte Verhalten mache den Umgang miteinander lockerer als in größeren Städten. Gut komme er mit seinem Kollegen Franz-Josef Griese aus. Wenn dieser über Freud und Leid „seines“ FC Schalke 04 berichtet, hat er allerdings keinen Diskussionspartner. Ralf Böhnke interessiert Fußball nämlich nicht. „Ich bin neutral“, lässt dieser alle Meinungen gelten. Mit dem Humor der Balver an sich hat er keine Probleme: „Der Balver ist eben ein Sauerländer.“

Dass in Balve die Wege zum Rathaus kurz sind, wenn Handlungsbedarf ansteht, ist für ihn ein weiterer positiver Aspekt seines Arbeitsplatzes, der zu 80 Prozent aus Außendienst besteht. Böhnke lobt die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Feuerwehr als sehr gut. Noch nichts zu tun hatte er bisher mit THW, MHD und DRK. Und auch sein Antrittsbesuch bei Bürgermeister Hubertus Mühling steht noch aus.

Das zu diesem Teil des Sauerlandes auch Großveranstaltungen wie das Optimum gehören, reizt den Polizisten. „Solche Veranstaltungen sind interessant“, nimmt er diese Herausforderung an. Unterwegs ist er mit dem neuen BMW, der vor einer Woche den Passat ablöste, oder aber mit dem Dienstroller C1. Auch, wenn die Kriminalstatistik in Balve sehr gering ist, gelte es doch, in allen Belangen vorsichtiger zu sein. Der Bezirksbeamte erklärt dies am Beispiel der „Klingelwagen“, die samstags langsam durch die Straßen fahren. So manchem Bürger sind diese Fahrzeuge verdächtig, scheint es doch so, als würde auf diese Weise nach potenzieller Beute Ausschau gehalten, die in den Häusern zu holen sei.

Für die Zukunft hofft Ralf Böhnke darauf, die Wache weiterhin mit zwei Mann betreiben zu können. So wünscht er sich eine Fortführung des „friedliches und angenehmes Arbeitens“.

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