Neue Bürgerbuslinie überwindet Kreis-Grenzen

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Initiieren die Kooperation: (von links) Tomislav Majic, Lars Morgenbrod, Michael Breier, Johannes Schwartpaul (Vorsitzender Bürgerbusverein Balve) und Norbert Vedder (2. Vorsitzender Bürgerbusverein Sundern).

Balve – Es gibt eine neue Bürgerbus-Linie ab April. Und die fährt bis ins "moderne Ausland".

Der Bürgerbusverein erweitert ab April sein Angebot. So wird eine neue Linie von Balve nach Sundern eingerichtet, die ab 8. April täglich von Montag bis Samstag bedient wird. „Das soll ein erstes Signal zum Kennenlernen sein“, sagte Michael Breier, Geschäftsführer des Bürgerbusvereins, am Montag. 

Bisher gab es zwischen beiden Kommunen nur minimale Buskontakte. So zum Schulzentrum nach Sundern oder in früheren Zeiten zum Balver Krankenhaus. „Wir sind uns bewusst, dass das Überwinden der Kreisgrenzen dicke Bretter sind, die es zu bohren gilt“, sagte Breier. 

Würden bisher Märkischer Kreis und Hochsauerlandkreis für die Bewohner des jeweils anderen Kreises als „modernes Ausland“ gelten, soll mit dem neuen Angebot des Vereins ein Prozess des Umdenkens initiiert werden. 

Gratis für einige Mitfahrer

Die Sunderaner sollen künftig mit dem Bürgerbus nach Balve fahren, die Balver zum Sorpesee. Für diese Tour sollte aber ab Langenholthausen eine gute Stunde Fahrzeit eingeplant werden; in Beckum erfolgt der Umstieg in den B3 nach Hövel, Enkhausen und Hachen. 

All dies kostet die Mitfahrer, die eine Sparkassen- oder Balve-Card besitzen, keinen Cent. „Wir helfen gerne, diese dicken Bretter zu durchbohren“, sagte Tomislav Majic von der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis. So werden die jeweiligen Karten in den Bürgerbussen in beiden Kreisen als gültiges Ticket anerkannt. 

15 Monate Probezeit

15 Monate werden der neuen Linie als Probezeit eingeräumt, danach soll über Ausbau oder Änderungen nachgedacht. Michael Breier: „Wir hoffen, dass die Bürger dieses Angebot nutzen und es auch die Hochsauerländer wagen, das märkische Ausland zu betreten.“ 

Der Bürgerbus-Geschäftsführer sieht die neue Linie als Weg in die richtige Richtung, die nach ausgiebiger Diskussion in den zuständigen Gremien (unter anderem Leader) über die Anbindung der Sorpe eingeschlagen wurde. „Wir gehen davon aus, dass wir kostendeckend fahren können, auch wenn dies viel Engagement erfordern wird“, sagte Breier. 

Neues Projekt Freizeitbus

In Balve stehen dafür jetzt 15 Fahrer zur Verfügung – zwei neue sind bereits im Einsatz, ein weiterer wird noch ausgebildet. Anerkennende Worte für das erweiterte Angebot gab es von Leader-Manager Lars Morgenbrod, der als neues Projekt einen Freizeitbus mit den Verkehrsgesellschaften oder aber auf Abruf initiieren möchte, um das Hönnetal und die Sorpe zu erschließen. Einen Zeitplan für die Realisierung konnte er aber noch nicht nennen.

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