Freiwillig arbeiten macht Spaß

Mit Hausmeister Ludger Fabry (rechts) baut der künftige Informatik-Student Mattias Heinzel gemeinsam einen Kleiderschrank für einen Heimbewohner auf. Der Bundesfreiwilligendienstleister sagt: „Hier fühle ich mich gut aufgehoben.“

BALVE ▪ Auf Umwegen ist Mattias Heinzel zum Bundesfreiwilligendienstleister (Bufdi) geworden – keine Sekunde hat er bereut. Seine Dienstzeit im Altenpflegeheim St. Johannes dauert noch bis Ende September. „Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht“, so Heimleiter Franz-Josef Rademacher. Von Julius Kolossa

Gute Erfahrungen hätte er mit dem ersten Bufdi gemacht, was auch von Heinzels direktem Vorgesetzten, Hausmeister Ludger Fabry, bestätigt wird. In der Haustechnik ist Heinzel seit Februar 2012 beschäftigt. „Ich war nach meinem Abitur in Sundern auf der Suche“, erinnerte sich Heinzel.

Der 21-jährige Balver wollte sich ein Jahr im Bereich Musik-Studioarbeit und Produktion orientieren, fand auch einen 400-Euro-Job, der ihm aber nach einem halben Jahr gekündigt wurde.

Es folgten Bewerbungen, um die Zeit bis zum Studium im Oktober, dem Anfang des Wintersemesters 2012/2013, zu überbrücken. „Angewandte Informatik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn werde ich studieren“, berichtete Heinzel.

Bis dahin ist er noch ein Bufdi: „Darauf hat mich die Berufsberatung beim Arbeitsamt gebracht.“ Ein Freund hatte ihm seine Erfahrungen im Altenheim Sundern, Bereich Haustechnik, geschildert, so dass Heinzel schon vor seinem Dienstantritt einen ersten Eindruck von der Arbeit bekommen hatte. Schnell fiel dann nach der Bewerbung im Januar die Entscheidung auf beiden Seiten, so dass Heinzel seit Februar zum Team von Hausmeister Fabry gehört.

Von 8 bis 17 Uhr ist er unterwegs, kleine Reparaturen und Botengänge zu erledigen, und auch bei Veranstaltungen wie Grillen, Kegelabend und Schützenfest fleißig mit anzupacken. Dies wird ihm mit 350 Euro im Monat vergütet.

„Die Arbeit macht mir Spaß“, erzählte er gestern, dem ersten Arbeitstag nach seinem Urlaub. „Hier fühle ich mich gut aufgehoben.“ Das Lob gab Fabry gerne zurück: „Die Zusammenarbeit funktioniert gut.“

Gerne würde das Altenpflegeheim St. Johannes so schnell wie möglich einen zweiten Bufdi einstellen, doch, so verrät Rademacher: Es seien noch keine Bewerbungen eingegangen.

„Wir bieten Einsätze in der Haustechnik, dem Pflegebereich oder der Betreuung“, wirbt Rademacher.

Interessierte können sich unter 0 23 75 / 9 18 40 informieren.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare