Leaderregion am Sorpesee: Dritter Platz in landesweitem Ranking

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Nach der Wahlpanne beim ersten Termin war nun eine zweite Mitgliederversammlung erforderlich, um den Vorstand des heimischen Leadervereins am Sorpesee zu wählen.

Balve/Neuenrade - Bereits 16 verwirklichte Projekte zwei Jahre nach der Gründung und 1,2 Millionen Euro an Förderung: Die heimische Leaderregion am Sorpesee mit Balve, Neuenrade, Arnsberg und Sundern steht in einer Rangliste aller 28 Leaderregionen in Nordrhein-Westfalen an dritter Stelle.

„Die Platzierung ist ein Beweis für die hohe Qualität der Arbeit der beiden Regionalmanager Annika Kabbert und Lars Morgenbrod“, sagte Klaus-Peter Sasse, Vorsitzender des heimischen Leadervereins, bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstagabend im Bildungszentrum Sorpesee sichtlich stolz.

Mit dieser positiven Bilanz gibt sich der heimische Leaderverein jetzt allerdings nicht zufrieden, sondern initiiert bereits die nächsten Projekte. Wie Kabbert und Morgenbrod am Donnerstag vorstellten, wird demnächst als jüngstes Vorhaben auf dem Beckumer Feld beim Modellflugclub städteübergreifend an einer „Baukultur-App“ gearbeitet, die vom Schlossberg in Arnsberg bis zur Motte in Küntrop die Geschichte der Region erlebbar machen soll.

Ansonsten verschoben die beiden Regionalmanager ihren kompletten Jahresbericht auf die ordentliche Mitgliederversammlung 2018 und beließen es bei einer Kurzversion. Bei der bereits zweiten Mitgliederversammlung des Vereins „Leadersein“, wie der Zusammenschluss offiziell heißt, standen nämlich Wahlen im Mittelpunkt.

Diese hatte man beim ersten Termin im März schlicht nicht durchgeführt, sagte Vorsitzender Sasse, obwohl Wahlen nach dem Vereinsrecht alle zwei Jahre erfolgen müssten. So musste am Donnerstag noch einmal getagt werden.

Vorstandswahl im zweiten Anlauf

Im zweiten Anlauf wurde Sasse als Vorsitzender des 80 Mitglieder starken Vereins bestätigt, ebenso die stellvertretenden Vorsitzenden Ildiko von Ketteler-Boeselager und Manfred Rotermund. Aus persönlichen Gründen stellte sich Anton Lübke als Kassenwart nicht mehr zur Wahl; seine Nachfolgerin ist Tevres Hammer aus Sundern. Wieder gewählt wurden Barbara Wachauf (Schriftführerin) und die Beisitzer Dr. Birgitta Plass, Petra Bültmann-Steffin und Christoph Dolle.

Klaus-Peter Sasse bleibt weiterhin Vorsitzender des heimischen Leadervereins.

„Es läuft rund“, fasste Sasse die vergangenen zwei Jahre zusammen. „Leader lebt.“ Noch bis 2020 können Ideen für weitere Projekte eingereicht werden, für die Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung stehen. Umgesetzt sein müssen alle Projekte bis 2022.

Das Programm

Leader ist ein Regionalentwicklungsprogramm der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel, die ländlichen Regionen weiter zu entwickeln und wirtschaftlich zu stärken. Die Abkürzung steht für das Französische „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und bedeutet „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Projekte privater oder öffentlicher Träger werden mit maximal 65 Prozent oder 250 000 Euro bezuschusst. Der Rest muss vom Träger geleistet werden.

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