Keine Pause für Hermann

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Nach 87 Schuss in 45 Minuten fiel Hermann der I., der Vogel der St. Johannes Schützenbruderschaft Langenholthausen. Tobias Schwabl (Mitte) ist damit neuer Schützenkönig. Der stellvertretende Bürgermeister Alexander Schulte gratulierte.

Langenholthausen - Tobias Schwabl entschied am Montag das erste Vogelschießen dieses Jahres im Stadtgebiet von Balve für sich und ist somit der neue Regent der Langenholthausener St. Johannes Schützenbruderschaft. Er schämte sich seiner Tränen nicht, als ihn seine Frau Kathrin in die Arme nahm und ihm gratulierte.

87 Schuss dauerte das spannende Schießen, mit 45 Minuten waren die Langenholthausener vergleichsweise schnell. Wie im vergangenen Jahr fehlten auch diesmal in der entscheidenden Phase die Jungschützen nicht.

Überglücklich nach dem entscheidenden Treffer: Tobias Schwabl und seine Ehefrau Kathrin.

Alexander Grote war es, der den vorletzten Schuss abgab und damit als „Vizekönig“ feststeht. Geboten wurde den zahlreichen Besuchern, die vor der Schützenhalle die Jagd auf „Hermann den 1.“ verfolgten, ein Schießen, bei dem dem Aar keine Pause gegönnt wurde. Mit dem 3. Schuss verlor er schon nach dem von Brudermeister Berthold König gesetzten Ehrentreffer seine Krone. Wenig später dann fielen der rechte Flügel mit dem Apfel nach einem Treffer von Martin Träger aus dem Kugelfang. Das Zepter ging an Carsten Bartsch. Und dass ein Jubelkönig auch noch treffsicher ist, wenn seine Regentschaft schon 40 Jahre zurück liegt, stellte Johannes Ruschepaul mit dem Abschuss des linken Flügels unter Beweis.

Das neue Königspaar: Tobias Schwabl und seine Ehefrau Kathrin.

Nur „locker machen“ wollten die Jungschützen André Schäfer, Niclas Grote, David Vorsmann und Alexander Grote den Vogel, und damit das fortsetzen, was sie in 2016 begonnen hatten. „Löst mich ab“, sagte Tobias Schwabl, der als 2. Schießmeister fungierte, und nach einigen Schüssen selbst Gefallen daran fand, mitzuschießen. Seine Freunde hatten den Vogel „Hermann den I.“ gebaut, und er selbst wollte „Krone, Apfel oder Zepter haben“. Dass das in der Königswürde resultierte, damit hatte Schwabl nicht gerechnet.

Nach dem 87. Schuss – es war nur noch der durch viele Treffer in der Länge gespaltene Rumpf des Vogels übrig – wollte er sich schon wegdrehen, weil auch dieser Schuss auf den ersten Blick ergebnislos blieb. Dann aber sahen er und das ganze Schützenvolk, wie das Holz in zwei Teile zerbrach und zu Boden fiel. Die Königskette als Lohn für diese Leistung bekam Tobias Schwabl von Hauptmann Dominik Cordes umgehängt. Mit dem neuen König freut sich nun nicht nur seine Ehefrau Kathrin, sondern auch die beiden Töchter Elisa, 10, und Christin, 7.

Im Festzug, in den sich die Majestäten ab dem Feuerwehrgerätehaus einreihten, stellten sich diese mit ihrem Hofstaat dann offiziell ihrem Schützenvolk vor.

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