Musical-Aufführung begeistert das Publikum

+
„Love is all Around“ sang die Band The Troggs 1967. Bei dem Musical „Der kleine Tag“ war die Liebe tatsächlich allgegenwärtig.

Balve - Es sind die kleinen, auf den ersten Blick unwesentlichen Ereignisse, die am Ende den Erfolg eines Tages ausmachen. Diese Erfahrung machte der kleine Tag, der am 4. März 2018 erstmals einen Erdentag miterleben darf.

Er ist, nachdem er durch den Sternentunnel auf die Erde fällt, mitten in einem Umzug einer Familie, beobachtet Wartende an einer Bushaltestelle, Schulkinder, zwei Menschen, die sich lange nicht gesehen haben, zwei verliebte Jugendliche und auch eine Familie, die die Zeit an einem See genießt – aber eigentlich nichts, was diesen Tag durch ruhmreiche Taten, Erfindungen, Katastophen oder historische Begebenheiten hervorhebt und ihn zu einem besonderen Tag macht.

Darum geht es in dem Musical „Der kleine Tag“ von Wolfram Ecke, Hans Niehaus und Rolf Zuckowski, das seine Premiere am Samstag in der Garbecker Schützenhalle gefeiert hat.

Ermöglicht wurde diese vom Choratelier unter der musikalischen Leitung von Kristin Goeke und Eva-Maria Diers. 65 Sängerinnen von drei bis 24 Jahren lebten ihre Rollen, die sowohl hinter den Sternen im Lichtreich, als auch auf der Erde angelegt waren.

Nur wenige Stühle blieben leer bei der Premierenvorstellung. Und doch übertraf der große Besucheransturm alle Erwartungen des Chorateliers. Ausverkauft war dagegen die Zweitaufführung am Sonntag.

Die Freiheitstatue schaut wenig begeistert aus. Doch letztlich ist es wohl nicht die große Politik, die einen Tag erinnerungswürdig macht – sondern die kleinen und schönen Dinge machen den „kleinen Tag“ letztlich groß. Das war in der Aufführung vom Choratelier zu spüren.

An beiden Tagen war das Publikum begeistert von der Spielfreude, aber auch von den Kostümen, dem Bühnenbild und der eigens für den „Kleinen Tag“ zusammen gestellten Band. Erzähler Alexander Schulte nahm Jung und Alt mit auf die Reise in beide Welten.

Im Mittelpunkt standen die Darstellerinen des kleinen Tages: Sophia Plesser spielte am Samstag, Klar Nitschke am Sonntag. Anerkennung verdiente aber das gesamte Ensemble, das diese Geschichte auf die Bühne gebracht hat.

Und auf dieser wurde der kleine Tag erst belacht von den anderen Tagen in der ersten, zweiten und den darauf folgenden Reihen. Nichts besonders sei geschehen, nichts, was die Auszeichnung „besonderer Tag“ verdient habe.

Aber ein Jahr später wird der 4. März auf der Erde gefeiert, weil seinerzeit nur schöne Dinge geschehen sind. Und dies überzeugt in der Lichtwelt. Somit hat der kleine Tag seinen Platz in der ersten Reihe gefunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare