Mehr als drei Jahre Vorbereitung

Von Balve auf den Kilimandscharo

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Bis auf den Gipfel des fast 6000 Meter hohen Kilimandscharo schafften es die drei Balver Benjamin Scholz (35), Klaus Niewels (34) und Felix Butterweck (28). Vorbereitet auf dieses Abenteuer hatten sie sich mehr als drei Jahre.

Balve – Von 240 Meter über Normalnull in Balve auf den 5895 Meter hohen Kilimandscharo – drei Freunde aus Balve setzten diese Idee innerhalb von dreieinhalb Jahren in die Tat um.

Benjamin Scholz (35), Klaus Niewels (34) und Felix Butterweck (28) bereiteten sich auf dieses Abenteuer, das sie vom 12. bis 24. Januar unternahmen, vor, indem sie immer wieder mehrtägige Wandertouren unternahmen. „Klaus hatte damals einen Bericht über den Kilimandscharo im Fernsehen gesehen und war so begeistert, dass er uns fragte, ob wir mitkommen würden“, erinnert sich Felix Butterweck noch genau, wie alles anfing. 

Die Zusage war das eine, die folgende akribische Vorbereitung allerdings das andere. So wurden in den drei Jahren mehrtägige Wanderungen im Sauerland, so von Beckum nach Willingen, unternommen, um die Ausdauer zu steigern. Es wurde aber auch ein Wanderurlaub auf Mallorca eingelegt – und als Generalprobe eine Überquerung der Alpen zu Fuß. 

Tour um ein Jahr verschoben

Es gab aber auch Rückschläge: „Durch meinen Kreuzbandriss im Knie im Jahr 2018 mussten wir die Reise ein Jahr nach hinten verschieben“, sagt Butterweck. 

Am 12. Januar ging es dann aber Richtung Tansania. Dort ankommen, nutzte das Trio aus der Hönnestadt die ersten zwei Tage, um sich in Afrika zu akklimatisieren. Dann aber machten sie sich mit ihren Bergführern über die Machame-Route auf zum Gipfel. Diese Route gilt für viele Bergsteiger als die attraktivste, weil landschaftlich schönste der sechs Kilimandscharo-Routen. 

Kopfschmerzen und Übelkeit

Doch bei allem Luxus, den der freie Blick in die Natur bot, lebten die Balver Bergsteiger sehr spartanisch. „Geschlafen haben wir in Zelten, ohne jeglichen Luxus“, sagt Butterweck. Stetig ging es weiter hinauf – ab 3900 Meter Höhe hatten alle mit Kopfschmerzen und Übelkeit zu kämpfen. „Das hielt uns aber nicht davon ab, am 27. Januar um 1 Uhr nachts mit Stirnlampen zum Gipfel aufzubrechen. Diesen erreichten wir nach extrem anstrengenden Stunden um 7.15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein über den Wolken von Afrika“, kann Butterweck sich noch ganz genau an diesen besonderen Moment erinnern. 

Ihr Basiscamp für den Aufstieg zum Gipfel hatten die drei Balver in einer Höhe von rund 3200 Metern.

Der Balver ließ es sich nicht nehmen, auf dem Gipfel eine Fahne seiner Sanierungsfirma zu hissen. Schnell siegte aber wieder die Vernunft, denn um nicht noch schlimmer unter den Folgen der Höhenkrankheit zu leiden, erfolgte rasch der Abstieg, sodass bereits am Abend wieder das Camp auf 3200 Metern erreicht wurde. 

Zurück in der Ebene wurde gefeiert

Am Folgetag hatten alle nach einem weiteren mehrstündigen Abstieg endlich wieder die Ebene erreicht und verließen den Kilimandscharo-Nationalpark. Gefeiert wurde der geglückte Auf- und Abstieg des fast 6000 Meter hohen Berges mit den Bergführern in einer Lodge. 

Mittlerweile hat der Alltag die Balver zwar längst wieder eingeholt, aber das Trio schmiedet bereits neue Pläne. „Als Nächstes steht eine Tour in die Alpen an“, sagt Butterweck. „Aber wir bleiben auf jeden Fall unterhalb von 4000 Metern.“ Und auch das nächste große Ziel wird demnächst vorbereitet: die Besteigung des 5642 Meter hohen Elbrus in Russland, die höchste Erhebung in Russland.

Der 5895 Meter hohe Kilimandscharo ist der höchste Berg Afrikas und liegt im Nordosten Tansanias, an der Grenze zu Kenia. Er ist der höchste freistehende Berg der Welt und außerdem ein ruhender Vulkan. Sein Name ist abgeleitet von „kilima njaro“ des Suaheli-Stammes und bedeutet „Weißer Berg“.

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