Eschensterben schreitet weiter voran

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Forstinspektoranwärter Niklas Vögeding referierte im Ausschuss Umwelt, Planung, Bau.

Balve - Die Bäckerei Grote darf den geplanten Anbau ihrer Produktionsfläche in Langenholthausen vornehmen: Die Mitglieder vom Ausschuss Umwelt, Planung, Bau stimmten in ihrer jüngsten Sitzung diesem Vorhaben einstimmig zu.

Im Zusammenhang mit diesem Bauvorhaben wird die Stadt die Langenholthausener über die Gasversorgung in ihrem Dorf bei einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 12. Juli, ab 18.30 Uhr in der Sokola.de informieren.

Bis es zu diesem Tagesordnungspunkt kam, dem sich weitere Abstimmungen anschlossen, lagen bereits vier Vorträge im öffentlichen Teil hinter allen Teilnehmern. Die Ausschussmitglieder waren sich schnell einig: Sie waren für die vereinfachte Änderung der 34er-Satzung Dickenbruch, auch für die der Erstellung einer Klarstellungs- und Ergänzungssatzung für die „Kurze Straße“, und das Gewerbe- und Industrieflächenkonzept des Märkischen Kreises.

Der alljährliche Bericht über die forstwirtschaftlichen Maßnahmen wurde von Forstinspektoranwärter Niklas Vögeding vorgetragen. Wenige Wochen vor seiner Abschlussprüfung übernahm er als Vertretung für Revierförster Richard Nikodem den Part des Referenten und wies auf die vergangenen Baumfällungen im Hönnetal im Zuge der Verkehrssicherungspflicht hin, die in den Herbstferien mit einer damit einhergehenden Vollsperrung fortgesetzt werden sollen. Außerdem sind im Stadtwald die Nachbesserungen von etwa 10 350 Pflanzen vorgesehen sowie die Jungwuchspflege auf einer Fläche von etwa zehn Hektar. Auch die Jungbestandspflege (2,52 Hektar), der Verbissschutz (0,1 Hektar), das Freischneiden von Forstwegen und weitere erforderliche Verkehrssicherungsmaßnahmen gehören zu den Arbeiten.

Nicht gestoppt werden kann das Eschensterben wegen der Erkrankung mit dem Sporenpilz „falsches weißes Stengelbecherchen“. In Sanssouci musste im Februar deswegen der gesamte Baumbestand, der sich auf einem Hektar angesiedelt hat, gefällt werden. Es muss mit weiteren Baumfällungen im Stadtgebiet gerechnet werden.

Im 81,03 Hektar großen Stadtwald macht das Laubholz mit 76 Prozent den größten Anteil (Nadelholz: 24 Prozent) aus. Jährlich dürfen 253 Festmeter geschlagen werden. Dieser Wert ist im vergangenen Jahr durch die Maßnahme im Hönnetal um 73 Festmeter überschritten worden.

Die Waldexperten sind seit 2016 bei der von einer Versicherung mit der Garbecker Grundschule initiierten Aktion „Wir pflanzen einen Baum“ mit dabei. Begonnen wurde mit dem Feldahorn, in diesem Jahr wurden Winterlinden gepflanzt, 2018 folgen Fichten. Es sind jeweils die Bäume des Jahres, die von den Viertklässlern auf ehemalige Kyrillflächen gesetzt werden.

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