Besondere Auszeichnung

Balve ist die erste digitale Realschule in NRW

Schulleiterin Nina Fröhling präsentiert Tablets, mit denen jeder siebte Jahrgang ausgestattet wird.
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Schulleiterin Nina Fröhling (links) präsentiert Tablets, mit denen jeder siebte Jahrgang ausgestattet wird.

Der Balver Realschule am Krumpaul wurde am Mittwoch als landesweit erster Realschule das Zertifikat „Digitale Schule“ verliehen.

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, gratulierte Schülern und Lehrern im Rahmen einer Online-Konferenz.

Diesen Glückwünschen schloss sich am Mittwochabend in der Mellener Schützenhalle während der Sitzung des Ausschusses Ehrenamt, Schule, Digitalisierung, Soziales der zuständige städtische Fachbereichsleiter André Flöper an. Die Ausschussmitglieder wussten bis dahin auch noch nichts von dieser besonderen Auszeichnung, denn das Zertifikat war ja erst wenige Stunden zuvor verliehen worden. „66 Schulen aus Nordrhein-Westfalen ist dieses Gütesiegel bislang verliehen worden, darunter ist nur eine Realschule. Und zwar unsere“, sagte Flöper. Sonst seien es Gymnasien und Gesamtschulen, die sich „Digitale Schule“ nennen dürfen. 36 davon sei erstmalig dieser Titel verliehen worden.

Fröhling: „Wir haben lange Zeit darauf hingearbeitet“

Für die Realschulleiterin Nina Fröhling ist diese Auszeichnung eine Bestätigung der Arbeit, wie sie im Gespräch mit der Redaktion erzählte: „Wir haben lange Zeit darauf hingearbeitet.“ Dazu gehörten die zwei Monate an Vorbereitungszeit, um den Kriterienkatalog zu erfüllen. Dabei geht es unter anderem um Pädagogik und Lernkulturen, eine spezielle Qualifizierung der Lehrkräfte, eine regionale Vernetzung der Schule, ein schlüssiges Konzept in Sachen Digitalisierung und nicht zuletzt natürlich um Technik und Ausstattung selbst.

Corona-Situation: Ansteckungen erfolgen nicht während des Schulbetriebs

In den Balver Schulen resultierten die bisherigen Corona-Fällen nicht aus Ansteckungen während des Schulbetriebs, sondern wurden über die Familien in die Schulen hereingetragen. Dies erklärten Realschulleiterin Nina Fröhling und die Rektorin der Balver Grundschule, Birgit Heckmann, während der Sitzung des Ausschusses Ehrenamt, Schule, Digitalisierung, Soziales. Sie informierten die Ausschussmitglieder auch über den Start in ein weiteres Schuljahr unter Corona-Bedingungen nach den Sommerferien. Die Maskenpflicht und wöchentlich zwei Corona-Tests seien mittlerweile Routine. „Unsere Kinder haben damit kein Problem“, sagte Birgit Heckmann. Zu den sich immer wieder ändernden Quarantäne-Regelungen und Corona-Bestimmungen sagte sie: „Die Eltern sind stark verunsichert, weil es immer wieder neue Regelungen gibt. Doch sie vertrauen uns als Schule, dass wir das Beste für ihre Kinder umsetzen.“ Diesen Eindruck bestätige Realschulrektorin Fröhling. Keine Diskussion unter den Ausschussmitgliedern gab es darüber, ob Luftfilter als Schutz gegen Corona-Infektionen in den Klassenräumen eingesetzt werden sollen. Die Stadt als Schulträger empfiehlt diesen Einsatz nicht und hat bisher auch keine Lüfter angeschafft, weil in jedem Klassenraum regelmäßiges Lüften möglich sei und damit die geltenden Regelungen eingehalten würden. Dieser Auffassung schloss sich der Ausschuss an.

„Wir sind seit 2014 auf dem Weg, als die ersten digitalen Wandtafeln angeschafft wurden“, sagte Fröhling. „Und seit 2018 statten wir jeden 7. Jahrgang mit iPads aus“, ergänzte die Rektorin. Daher sei es naheliegend gewesen, sich um das Gütesiegel „Digitale Schule“ zu bewerben. Drei Jahre ist dieses Zertifikat gültig.

2022 gibt es ein Medienlabor

Die erfolgreiche Bewerbung sei für die Realschule eine weitere Bestätigung, den rund 400 Schülern zeitgemäßen Unterricht mit modernster Technik zu bieten. Der Prozess ist dabei aber längst nicht abgeschlossen. „2022 werden wir ein eigenes Medienlabor in unserer Schule errichten“, blickte Fröhling voller Vorfreude voraus.

Das Zertifikat „Digitale Schule“ ist orientiert an der Kultusminister-Konferenz-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“. Die Ehrung als „Digitale Schule“ erfolgt wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig.

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