Grote investiert in Langenholthausen

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Carl Grote auf dem Dach des bisherigen Produktionsgebäudes. Die Scheune im Hintergrund soll abgerissen und dort ein Anbau errichtet und damit Teil der Goldbäckerei Grote werden.

Langenholthausen - Die Goldbäckerei Grote hat an ihrem Familiensitz und Produktionsstandort in Langenholthausen Großes vor: 3,5 Millionen Euro werden in einen neuen Anbau, zusätzliche 500 000 Euro für dann erforderliche neue Maschinen investiert.

„Mit dem uns jetzt zur Verfügung stehenden Platzangebot stoßen wir an unsere Grenzen“, sagte Carl Grote, der mit seinem Vater Kar-Heinz die Geschäftsführung innehat, zu unserer Zeitung. „Vor drei Jahren hatten wir die Idee zur Erweiterung, die mit einem Planungsbüro ausgearbeitet wurde.“

Carl Grote zeigt auf die Pläne zur Erweiterung der Produktionsfläche. Etwa 4 Millionen Euro sollen investiert werden.

Dafür wurde bereits vom Nachbarn eine Scheune gekauft, die der neuen Produktionsanlage weichen muss. „Wir können dann auf den damit verbauten 700 Quadratmetern die Abläufe noch weiter optimieren und unsere Arbeit verbessern“, stellte der Junior-Geschäftsführer fest. Seit 1912 ist die Familie Grote an der Sunderner Straße 22 ansässig, die Bäckerei wurde am 13. Juni 1913 von Carl Grote gegründet. „Seitdem hat jede Generation angebaut“, so der Urenkel des Gründers. Zuletzt wurde der Betrieb im Jahr 2001 um 400 auf 700 Quadratmeter erweitert.

Über die geplante neue Baumaßnahme sind die Nachbarn bereits informiert worden. Die Familie Grote stellte ihnen gegenüber außerdem dar, dass im Rahmen der Erweiterungsarbeiten auch der Borkeweg eine Aufwertung erfahren werde. Bisher sei es ziemlich eng, wenn Lkw die schmale Straße entlangfahren, um die Bäckerei zu beliefern oder Backwaren abzuholen, erklärt Carl Grote. Durch die Erweiterung hätten die Fahrzeuge dann auf dem größeren Grundstück mehr Bewegungsfläche.

Hoffen auf Baubeginn nach den Sommerferien

Kreis und Stadt seien informiert, sodass die Geschäftsführer jetzt erwartungsvoll der weiteren Entwicklung entgegensehen. „Wir hoffen auf grünes Licht nach den Sommerferien dieses Jahres“, vermutet Grote, dass dann die Bagger anrollen und die Neubauarbeiten beginnen können. Etwa zwölf Monate Bauzeit sind geplant.

Die Bäckerei Grote ist im Märkischen Kreis mit elf, und im Hochsauerlandkreis mit drei Fachgeschäften vertreten. Insgesamt werden 190 Mitarbeiter, darunter 19 Auszubildende beschäftigt. „Für uns ist dieser Neubau ein Beitrag zur Standortsicherung hier in unserer Heimat Langenholthausen“, betonte Carl Grote, der auch auf das Wasser aus der Borke für die Herstellung der Produkte nicht verzichten will. Am Dienstag, 20. Juni, entscheidet der Ausschuss „Umwelt, Planung, Bau“ über den Antrag zur Erweiterung der Bäckerei.

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