30 000 Tonnen frischer Steinbruch

Bis zu 1000 Tonnen Felsgestein können am Tag geschottert werden.

GARBECK ▪ Der Boden oberhalb der Umgehungsstraße in Garbeck ist in Bewegung: die Brecheranlage, mit der 1000 Tonnen Fels und Gestein zu Schotter mit einer Körnungsgröße von 0,45 Zentimeter wird, sorgt nicht nur für Staub und Lärm, sondern auch für Vibrationen. „Davon kriegen wir hier oben nichts mit“, sagte Thomas Hendler, Juniorchef der auf Abbruch und Erdbau spezialisierten Firma aus Plettenberg. Von Julius Kolossa

„Hier oben“, das ist für ihn auf einem vier Meter hohen Berg aus Steinbrocken, auf denen er in seinem Bagger die Steine in die Brecheranlage befördert. Den vom Förderband ausgeschiedenen Schotter nimmt Eduard Del mit seinem Radlader in die Schaufel auf, und lädt deren Inhalt auf einem Berg ab. Dieser ist von Weitem sichtbar. Hendler: „Etwa 5000 Tonnen Schotter werden hier lagern.“ Täglich würden aber mehrere Tonnen davon – unter anderem für Wegebauten im Wald – abgefahren.

Seit Ende Mai sind die drei Fahrzeuge im Einsatz, um im Auftrag von Bickhardt-Bau den Fels zu zerkleinern. Auf etwa 30 000 Tonnen schätzt Hendler das Gesamtvolumen; täglich werden 1000 geschottert. Dafür werden die größten Brocken, die unter anderem bei den Sprengungen angefallen sind, von einem Bagger mit Meißelaufsatz auf die für den Brecher erforderliche Kantenlänge bis 80 Zentimeter vorbearbeitet.

Mit Muldenkippern werden diese abgeladen, so dass Hendler einen immer gleich hohen Arbeitsplatz vorfindet, auf dem er den Bagger geschickt rangiert. Ständig sorgt er für einen stabilen Untergrund, während er dafür an den verschiedenen Stellen die Steine hochbefördert und in den Brecher krachen lässt. Für die Asphaltierung der Straßendecke ist allerdings Fremdmaterial erforderlich, denn hierfür läge keine Zertifizierung vor.

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