Patenschaft vor dem Aus

Die Panzerpionierkompanie Augustdorf steht vor der Auflösung und damit auch die Patenschaft zur IG Garbeck.

GARBECK ▪ 35 Jahre lang bestand die Patenschaft zwischen der Interessengemeinschaft Bundeswehrpatenschaft und Dorfgemeinschaft Garbeck und der Panzerpionierkompanie 200 aus Augustdorf – beendet werden soll diese am 6. Januar während des Patronatsfestes. Von Julius Kolossa

„Der Oberstabsfeldwebel unserer Patenkompanie konnte uns in einem persönlichen Gespräch keine Hoffnung mehr machen“, fasste Dieter Loos, Vorsitzender der IG-Garbeck, die seit der Jahreshauptversammlung angesprochene Entwicklung im Gespräch mit unserer Zeitung zusammen.

Bei einem Treffen Ende September, an dem auch Ortsvorsteher Christoph Haaarmann teilgenommen hatte, kam dieser Entschluss zustande. Loos: „Nach einer Verfügung des Verteidigungsministeriums sind nur noch ortsnahe Patenschaften zulässig.“ Dazu käme bei den Augustdorfern, dass diese nach ihrem Afghanistan-Einsatz im nächsten Jahr im Zuge der Bundeswehrreform aufgelöst werden. Besucht werden die Soldaten im November von den Garbeckern; die Auflösung der seit 1977 beurkundeten Patenschaft soll in Garbeck stattfinden.

„Wir bleiben weiter bestehen“, wies Loos darauf hin, dass dieses Ereignis keine Konsequenz für den weiteren Bestand der IG haben wird. Gegründet wurde sie als Nachfolger der im Dezember 2001 aufgelösten Reservistenkameradschaft Balve/Garbeck. Nach wie vor verfolgen die 48 Mitglieder gemeinnützige Zwecke, zu denen die Betreuung des Mai- und Weihnachtsbaumes und die Pflege der Dorfgemeinschaft gehört. Auch gibt es weiterhin Verpflegung aus der Gulaschkanone der IG auf dorfeigenen Veranstaltungen und dem Stadtfest.

Aber so ganz geben die Männer die Hoffnung auf einen Neubeginn doch nicht auf: „Wir werden uns in Verbindung mit der PzPiKp 200 um eine neue Patenschaft mit der Bundeswehr bemühen.“

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