Evangelische Kirche wird neu aufbereitet

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Architektin Hedda Harendza bespricht mit den Handwerkern die nächsten Schritte.

Balve - Es wird viel bewegt in der evangelischen Kirche: Die Orgel mit ihren mehr als 200 Pfeifen ist abgebaut und eingelagert worden. „Sie wurde versiegelt, um Pfeifenschäden zu vermeiden“, erläuterten Silke Hoppe und Jutta Wilmes, Presbyterinnen und Mitglieder des Bauauschusses, den Lagerplatz des Instruments.

Hinterlassen hat dieses an seinem alten Standort eine leere Fläche. Auch der Altar fehlt; und nachdem von allen Kirchenbänken die Heizungen abmontiert wurden, werden diese von Tischlermeister Christian Paul in seiner Werkstatt überarbeitet.

Wenn möglich sollen – wie im Fall des Tischlers – überwiegend heimische Handwerker mit den Arbeiten beauftragt werden. „Zur Zeit laufen Gespräche über die Aufarbeitung des Bodenbelags“, sagte Silke Hoppe. Architektin Hedda Harendza diskutiert mit einem Unternehmer über die eventuelle Bearbeitung des Steinfußbodens.

Vom Boden bis zum Dach wird das Gotteshaus neu aufbereitet. Die Balken seien, als „erhaltenswert“ eingestuft worden, so dass die Entscheidung für abschleifen und eine neue dunkle Lackierung gefallen sei, so die Bauauschuss-Mitglieder. Farblich angepasst werden die Bänke, die Türen und der Parkettfußboden. Die ersten beiden Sitzbänke werden gekürzt, um den Altarraum zu öffnen, und auch Platz für Rollstühle oder Rolllatoren zu machen.

Verlängert wird der Altarbereich mit einem Podest; diese Maßnahme wurde vorab der Gemeinde als haltbares Modell in Holzbauweise vorgestellt. Weil das auf viel Zustimmung gestoßen sei, wird nun die Variante in Stahlbeton mit Naturstein eingebaut. Erneuert werden die elektrischen Anlagen, die Heizung und die Akustikanlage.

„Das wird ein Schmuckstück werden“, freut sich Silke Hoppe darauf, dass nach dem Ende der Arbeiten im August oder September dieses Jahres hier wieder Gottesdienste gefeiert werden können und Konzerte veranstaltet werden können.

Zurzeit finden alle Feiern der Evangelischen Kirchengemeinde im Gemeindehaus statt. Am Tag vor Beginn der Bauarbeiten wurde nach dem Gottesdienst der Altar von der Feuerwehr in die erste Etage getragen; die Gemeindemitglieder trugen Kerzen, Bibel, Kreuz, Ambo und Abendmahlsgeschirr.

Gut angenommen seien die seitdem dort stattfindenden Gemeindefeiern, sagten Silke Hoppe und Jutta Wilmes. Es ist gemütlich dort oben: In dem lichtdurchfluteten Raum warten die Stühle auf die nächsten Gottesdienstbesucher. „Auch eine Taufe hat hier schon stattgefunden“, berichtete Jutta Wilmes. Bereits jetzt stehe schon fest, dass die Konfirmationen ebenfalls hier gefeiert werden. Die Jugendlichen hätten sich für ihr Gemeindehaus ausgeprochen.

Von Julius Kolossa

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