Rutschpartie an der Luisenhütte

So sieht die Planung für die Erlebniswelt „Kleine Luise“ aus. Wenn die Fördergelder bewilligt werden, soll sie 2015 errichtet werden.

Balve - Eine Rutschpartie von der Miniatur-Hochofenanlage erwartet demnächst die kleinen Besucher der Luisenhütte. Natürlich erst nach dem abenteuerlicher Kletterspaß auf der Möllerrampe: Neben dem Industriedenkmal in Wocklum soll im kommenden Jahr die Erlebniswelt „Kleine Luise“ entstehen.

Die Grundidee ist einfach, erklärt Stephan Sensen, Leiter der Museen des Märkischen Kreises: „Die Kinder, die die Luisenhütte besucht haben, sollen hautnah erleben können, was sie gesehen und gehört haben.“ Die „Kleine Luise“ sei ein Unterprojekt des Regionale-Projektes „WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen“ und soll vom Land bezuschusst werden. Allerdings liege der Bewilligungsbescheid noch nicht vor. „Wir rechnen im Herbst damit“, sagt Sensen. Sollte dem Antrag entsprochen werden, würde das Land 70 Prozent der anfallenden Kosten übernehmen, die sich auf circa 190 000 Euro belaufen, erklärt der Museumsleiter. „Den Rest würde der Kreis als Betreiber der Luisenhütte beisteuern“, berichtet Sensen. Allerdings müssten dafür keine zusätzlichen Mittel bereit gestellt werden. „Es stünden noch eingesparte Gelder aus einem anderen Projekt zur Verfügung.“

Geplant sei, den Spielplatz komplett umzugestalten, der sich bereits auf dem Gelände er Luisenhütte befindet. Die dort vorhandenen Spielgeräte seien noch in Ordnung und könnten auf anderen Spielplätzen wieder aufgestellt werden, berichtet Sensen.

Mittelpunkt der „Kleinen Luise“ soll der Nachbau einer Hochofenanlage werden – stolze 6,80 Meter hoch. „Die Kinder erklimmen eine Möllerrampe, um hinauf auf den Möllerboden zu kommen“, erzählt der Museumsleiter. Dort beginnt eine spannende Rutschpartie: Der Nachwuchs saust auf einer komplett eingehausten – und dementsprechend sicheren – Rutsche im Dunklen wieder nach unten. Begleitet werden die Kinder dabei von Geräusch- und Lichteffekten, die nebenan im Wasserrad erzeugt werden können.

Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen, wie viel Kraft die Arbeiter in der Luisenhütten einst aufbringen mussten: Drei Schubkarren, Nachbauten der schwer beladenen Kohle-Transportmittel in der Luisenhütte, warten in der „Muckibude“ auf starke Mädchen und Jungen. Für Kleinkinder ist die „Gießerei“ gedacht: Mit der richtigen Mischung aus Sand und Wasser können die Kleinen beispielsweise Hebel und Zahnräder in Formen gießen.

Sitzgelegenheiten sollen ebenfalls geschaffen werden. Zudem hätten die Eltern auch die Möglichkeit, ihre Kinder von der „Hüttenschänke“ aus zu beobachten – und dabei beispielsweise eine Tasse Kaffee zu genießen.

„Werden die Fördergelder bewilligt, könnten die Vorplanungen noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden“, sagt Stephan Sensen. Der Bau der „Kleinen Luise“ sei für das kommende Jahr geplant. Sensen: „Bis zum Spätsommer 2015 soll im Wesentlichen alles fertig sein.“

Von Carla Witt

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