Eisborn: Ein ganzes Dorf steht zusammen

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Überwältigt von der Hilfsbereitschaft: Familie Michael mit Franziska, den Eltern Julia und Mario sowie Bruder Jonathan, hier beim Schützenfest in Eisborn.

Eisborn - Es ist nicht mehr allzu lange hin bis zur Benefizveranstaltung am Samstag, 24. August, wenn sich auf dem Eisborner Sportplatz an der Mailinde alle Vereine des Dorfes in den Dienst der guten Sache stellen.

Die Eisborner werden an diesem Tag alles geben, damit viel Geld zugunsten von Franziska Michael (9) in die Kasse kommt. Denn: Diesem Mädchen soll mit einer Delfin-Therapie in der Türkei neue Lebensqualität gegeben. Franziska ist mit dem Rett-Syndrom auf die Welt gekommen, eine Mutation aus dem Bereich Autismus, bei der sich die erlernten Fähigkeiten nach und nach zurückentwickeln sowie epileptische Anfälle auftreten. 

Dennoch nimmt die Neunjährige mit ihren Eltern Julia und Mario sowie ihrem Bruder Jonathan an vielen Veranstaltungen teil. Jeder im Dorf hilft, wo er kann, um Barrieren für das im Rollstuhl sitzende Mädchen aus dem Weg zu räumen. Im aktuellen Fall sind die Barrieren die Kosten für eine aufwendige Delfin-Therapie mit Flug und Unterkunft für die Familie. 

Alles fing mit einem Ausflug an

„Dass das alles schon vor dem Turnier ein so großes Ausmaß angenommen hat, ist unglaublich“, sagte Julia Michael im Gespräch mit der Redaktion. Dabei fing alles mit einem Sparclub-Ausflug klein an, bei dem eine Damen-Fußballmannschaft gegründet wurde. Ziel dieser Hobbytruppe sollte es sein, in diesem Sommer ein Turnier für Franzi zu veranstalten, um ihr mit dem Erlös etwas Gutes zu gönnen. 

Mit diesem Ansinnen aber blieben die Fußballerinnen nicht alleine. Alle Dorfvereine sagten ihre Unterstützung zu. So stellte jüngst der SuS Eisborn seine Scheunenparty unter das Motto „Ein Euro für Franzi“ und spendete diesen Betrag pro verkaufter Eintrittskarte. Mehr als 1800 Euro kamen zusammen. 

Schon fünfstellige Summe gespendet

Und die Spenden reißen nicht ab, wie Silke Rötz und Pia Spiekermann berichten. Beide sind für die Organisation des Turniers verantwortlich. „Auch Unternehmen aus Menden haben schon gespendet“, erzählten sie. So wurde seit Februar, als die Idee des Benefizturniers erstmals öffentlich gemacht wurde, bereits ein fünfstelliger Betrag gesammelt. 

Diese Hilfsbereitschaft überwältigt Julia Michael: „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl.“ Gerne möchte sie sich bei allen bedanken, die schon jetzt ihren kleinen oder großen Spendenbeitrag geleistet haben, doch: „Es sind einfach zu viele, um persönlich Danke zu sagen.“ Gespannt blickt sie nun dem Turnier im August entgegen, wenn das Dorf für „seine“ Franzi auf den Beinen ist.

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