Dagmar Freitag zu Gast bei der kfd

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In gemütlicher Atmosphäre stellte sich Dagmar Freitag (links) den Fragen der Frauen.

Balve -  Über den Besuch der Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag (SPD) freuten sich jetzt die Mitglieder der kfd-Garbeck. Weil während des Berlin-Besuchs vor zwei Monaten ein vereinbartes Gespräch im Bundestag kurzfristig abgesagt werden musste, hatte sich die Politikerin bereit erklärt, dieses nachzuholen.

Und so tauschten sich die Frauen im Garbecker Pfarrheim in lockerer Atmosphäre bei Kaffee, Wasser, Lakritz, Erdnussflips und Chips über alle Themen aus, die bewegten: Diäten und Nebenverdienst der Abgeordneten, Mindestlohn, Schulreform, Rente mit 63, Kinderbetreuungs-Gesetz, Gesundheitssystem und Zuwanderung.

Die 14 teilnehmenden Frauen der kfd erfuhren von Dagmar Freitag, dass diese auf ihrer Internetseite all ihre Einnahmen und Ausgaben veröffentliche. Dass sich die Diäten ab 2016 der Nominalhöhe der Gesamtbevölkerung anpassen sollen, findet Freitag richtig. Und nichts würde dagegen sprechen, wenn das Zehn-Stufen-System für die Angabe der Nebeneinkünfte einer genauen Angabe in Euro und Cent weichen würde.

Für Dagmar Freitag war 2013 der „härteste Wahlkampf“, den sie erlebt habe. Mit 54 Stimmen und einem Vorsprung von 0,04 Prozent hat sie damals ihren Wahlkreis gewonnen – das knappste Ergebnis in der Bundesrepublik. Abgeordneter sei einer der spannendsten Jobs, der viel fordere, für den jeder aber auch nach vier Jahren immer ein hohes Risiko eingehe. Die Angestellten müssten vor jeder Wahl an Informationsveranstaltungen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen, den Abgeordneten stünde entsprechend ihrer Amtszeit ein Übergangsgeld zur Verfügung.

Die Bundestagsabgeordnete nahm sich Zeit an diesem Abend und wich keiner Frage aus. So sehe sie das Sitzenbleiben in der Schule als Chance, den Anschluss wieder zu finden. Allgemein forderte sie, mehr Geld in Bildung zu investieren. Den wenigen jungen Menschen, die noch in unserem Land leben, sollte die bestmögliche Förderung eingeräumt werden.

Eine Chance sollte auch den Flüchtlingen gegeben werden. Deren Zahl würde aufgrund der „hochbrisanten Krisenherde“ weiter zunehmen. Dabei müsse auch das Deutsch-Lernen im Vordergrund stehen, um zu integrieren und zu qualifizieren. Dabei solle auch der bevorstehende Facharbeitermangel berücksichtigt werden.

Im Gesundheitssystem wisse die Politikerin aus eigener Erfahrung, welche Leistungen die Fachkräfte dort vollbringen. Das in Deutschland selbst verwaltete Gesundheitssystem stelle hohe Anforderungen an die Beschäftigten in den Krankenhäusern.

Und der Mindestlohn von 8,50 Euro sei der richtige Weg, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Betrieb und Angestellten und Arbeitern zu erreichen. Wenn dieser Lohn dann ab 1. Januar 2018 ausnahmslos für alle gelte, würde eine Kommission der Tarifpartner über die weitere Anpassung entscheiden. - jk

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