Bürgerbusverein: Die Zukunft wird barrierefrei

Bürgerbusfahrer Reinhard Schmidt freut sich über den großen Zuspruch.

Balve.  Der Bürgerbus Balve fährt auf einer Welle des Erfolges. Michael Breier, Vorstandsvorsitzender des Bürgerbusverbunds Sauerland-Hellweg, zu dem der Bürgerbus Balve gehört, stellte am Freitag eine Bilanz nach 446 Tagen vor.

Damals, am 6. September 2013, fand die Einweihung der neuen Linien mit einem Festakt in der Schützenhalle-Beckum statt. Gerechnet wurde im ersten Jahr mit 7500, maximal 8000 Fahrgästen. Dann zeichnete sich ab, dass 10 000 durchaus realistisch sein können – bis Freitag sind 14 181 Bürger aus den Ortsteilen in die Stadt und zurück gefahren. Damit seien im Vergleich zum Vorjahr 58 Prozent mehr Fahrgäste befördert worden. „Diese Zahl hat von uns keiner in seinen kühnsten Träumen erwartet.“ Alleine in diesem Jahr wurden 11 238 Fahrgäste gezählt; im Monat waren es somit durchschnittlich 1022.

Es gäbe viele Väter des Erfolges, meinte Michael Breier dazu. Die Hauptväter aber würden den Bus steuern. 16 Fahrer, darunter auch noch Berufstätige, die dafür ihre Freizeit opfern, setzen sich für den Bügerbus Balve ans Steuer.

Befördert wurden 6141 Balver (44 Prozent) mit SparkassenCard, 2958 (21 Prozent) bezahlten mit BalveCard/ Mammuttaler. Erstmals wurden 171 Fahrgäste mit Karten der VRL/MVG gezählt. Michael Breier sprach für diese Bilanz besonders der Sparkasse, bei diesem Gespräch vertreten durch Regionaldirektor Anton Lübke, „mehr als einen Dank“ aus. Vor der Einführung der SparkassenCard habe der Bürgerbus noch so gerade gelebt, mit dem Einstieg der Bank als Unterstützer überlebte der Bürgerbus nun. Dieses Modell wird im Übrigen auch in Sundern und Bad Sassendorf praktiziert.

2015 wird im zweiten bis dritten Quartal ein neuer Bus fällig, denn, so Michael Breier, der alte habe jetzt 190 000 Kilometer auf dem Tacho und auch die Zahl der Reparaturen nehme zu. Für die Anschaffung eines Neuen mit Euro-6-Motor werde der Verkaufspreis des Alten sowie ein 35 000 Euro-Zuschuss vom Land hinzugezogen. Weil bereits jetzt eine Regelung vorsieht, 2018 alle Transportfahrzeuge auch barrierefrei für die Mitnahme von Rollstuhlfahrern zu machen, wird der Bürgerbusverein Balve bei der Neuanschaffung dieses auch mit berücksichtigen. Dafür würden bis zu 12 000 Euro mehr fällig. Barrierefrei bedeute aber auch, die Haltestellen entsprechend umzurüsten.

Michael Breier ging für die Zukunft von steigenden Fahrgastzahlen aus. Man werde Ende 2015 über die Anschaffung eines zweiten Bürgerbusses nachdenken, um die Kapazitäten auszubauen. Teilweise seien die Busse bei ihren Fahrten aus Beckum und Mellen heutzutage schon an ihrem Beförderungslimit angekommen.

Von Julius Kolossa

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