Experten entdecken rund 20 Münzen

Besonderer Fund in Bildstock-Sockel

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Beim Abbau des St.-Agatha-Bildstocks fanden Diplom-Restaurator Matthias Rüenauver und Bildhauermeister und Steinmetz Michael Divo auch alte Münzen, die aus verschiedenen Epochen stammen.

Balve – Beim Abbau des St.-Agatha-Bildstocks auf dem Balver Kirchplatz in dieser Woche kam nicht nur ein stattliches Gewicht von mehr als 1,1 Tonnen zusammen.

Diplom-Restaurator Matthias Rüenauver und Bildhauermeister und Steinmetz Michael Divo von der Firma Ars Colendi aus Paderborn machten auch einen unerwarteten Fund. 

Rund 20 Münzen, darunter zwei Reichsmark aus dem Jahr 1935, aber auch 50 Pfennig aus den 1950er-Jahren sowie diverse Münzen um 1900 oder 1800 auch mit französischer Währung, kamen zum Vorschein. „Hier muss ein Wunschbrunnen gewesen sein“, vermuteten die Fachleute, die diesen Fund beim Anheben des Sockels machten. Denn bei der Restauration vor 29 Jahren sei dieses Münzenkonvolut jedenfalls nicht angetastet worden. 

Bildstock wird restauriert

Die beiden Fachleute waren in die Hönnestadt gekommen, weil der Bildstock nun erneut restauriert werden soll. Als „Zugabe“ zu ihrer Arbeit fanden sie die Münzen. „In Paderborn werden die Münzen gesäubert und bestimmt. Dann kehren sie wieder nach Balve zurück“, versprach Matthias Rüenauver. Eventuell bekommen diese Dokumente der Zeitgeschichte dann einen Platz im Stadtarchiv. 

Diese Münzen befanden sich im Bildstock-Sockel.

Der mehr als 320 Jahre alte Bildstock aus Sauerländer Kalkstein wurde stückweise abgetragen. Dabei kamen die sichtbaren Schäden in den Fugen und auch auf den Steinen zutage. „Die Restauration wird in den Wintermonaten vorgenommen“, stellte Matthias Rüenauver den Zeitplan vor. 

Auftrag wird zunächst eingelagert

Inzwischen habe sich in seiner Firma sehr viel Arbeit angesammelt, sodass der Auftrag aus Balve erst einmal eingelagert würde. „Die genau vorzunehmenden Restaurierungsarbeiten werden sich dann ergeben“, so Rüenauver. 

Etwa 20 000 Euro kosten diese; der Kirchenvorstand der St.-Blasius-Gemeinde hat Gespräche über die Kostenaufteilung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Märkischen Kreises und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe geführt, sodass die Finanzierung gesichert ist. Der Kirchenvorstand hofft, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können, sodass der Bildstock zum Jahresende wieder auf dem Kirchplatz stehen soll.

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