Zusammen mit Hagen, Iserlohn und Hemer

Balve bald Teil neuer touristischer Route?

Das Hönnetal und die Stadt Balve sollen Teil einer touristischen Route mit den Kommunen Hagen, Iserlohn und Hemer werden. So wollen es zumindest die Kreis-CDU und -SPD.
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Das Hönnetal und die Stadt Balve sollen Teil einer touristischen Route mit den Kommunen Hagen, Iserlohn und Hemer werden. So wollen es zumindest die Kreis-CDU und -SPD.

In Kooperation mit anderen Städten soll die Stadt Balve Teil einer Tourismus-Route werden. Das steckt hinter dem Projekt und dem Vorstoß aus der Politik.

Balve – Die Stadt Balve soll in Kooperation mit den Städten Hagen, Iserlohn und Hemer sowie Museen aus dieser Region Teil einer touristischen Route werden und mit den Schönheiten und Sehenswürdigkeiten im Hönnetal und natürlich auch der Höhle punkten. So wünschen es sich zumindest die Kreistagsfraktionen von CDU sowie SPD und stellen einen entsprechenden Antrag an Landrat Marco Voge (CDU), selbst Balver. Behandelt werden soll der Antrag in der nächsten Sitzung des Kreiskulturausschusses am Mittwoch, 18. Februar.

Überschrieben ist der Antrag mit dem Arbeitstitel „Zwischen Hünenpforte (in Hagen-Hohenlimburg, Anm. d. Red.) und Hönnetal – Etablierung einer neuen touristischen Route“. CDU und SPD fordern die Kreisverwaltung in dem Antrag auf, mit dieser Tourismus-Idee Kontakt zu den Kommunen sowie touristisch interessanten Museen aufzunehmen sowie im Fall einer positiven Resonanz die Idee weiterzuentwickeln und auszuloten, ob Fördermittel für das Projekt beantragt werden können.

Die beiden Fraktionen ziehen in ihrem Antrag zudem einen Vergleich mit dem Neandertal, wo ein multimediales Erlebnismuseum die Entdeckung des Neandertalers vor rund 150 Jahren thematisiert, die eigentliche Fundstelle aber durch Steinbrucharbeiten zerstört sei. So lasse sich die ursprüngliche Landschaft an dieser Stelle nicht mehr erleben.

„Anders sieht es in unserer Region aus. In den Höhlen des Sauerlandes sind Neandertaler-Funde vorhanden, so zum Beispiel auch in der Balver Höhle. Die dort gemachten paläontologischen und prähistorischen Relikte können im Museum für Vor- und Frühgeschichte an der Luisenhütte angeschaut werden und Mammutskulpturen in der Stadt weisen auf die archäologischen Grabungen hin“, heißt es in dem Antrag. Auch das Hönnetal weise prähistorische Höhlen auf und biete sich als höhlenreichstes Tal Deutschlands für Wanderungen auf den Spuren dieser weit zurückliegenden menschlichen Vergangenheit an.

„In Hagen befinden sich mit den Funden aus der Blätterhöhle die bisher frühesten direkten Nachweise für den anatomisch modernen Menschen in Westfalen und die Gegend zählt damit zu den bedeutendsten Geschichtslandschaften in Nordrhein-Westfalen. Zu sehen sind die ,ältesten Westfalen’ im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen“, schreiben CDU und SPD weiterhin.

Dieses „bedeutende Erbe“ sollte aus Sicht der Christ- und der Sozialdemokraten touristisch besser erschlossen werden. Die beiden Fraktionen schlagen daher einen neuen touristischen Pfad zur frühen Menschheitsgeschichte zwischen Balve und Hagen vor. „Moderne Techniken, wie Apps und QR-Codes können dabei an Stationen, auch in der Natur, die Ur- und Frühgeschichte touristisch besser erlebbar machen“, heißt es in dem Antrag.

Die Etablierung der Route „Zwischen Hünenpforte und Hönnetal – auf den Spuren der ersten Westfalen“ solle gemeinsam mit den Kommunen sowie insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte erfolgen. „Wünschenswert wäre auch eine Unterstützung durch das Neandertal-Museum in Mettmann“, schreiben CDU und SPD abschließend.

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