THW Balve: Ausrüstung wieder auf dem neuesten Stand

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Sebastian Richter (3. von links) überreichte im Namen der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis einen Spendenscheck an Fabian Weber (von links), Holger Mayweg und Sebastian Schröer.

Balve - Der Ortsverband Balve des Technischen Hilfswerks (THW) hat seine Ausrüstung wieder auf dem neuesten Stand: Der Lichtmast-Fahrzeuganhänger wurde am Samstag als jüngste Anschaffung vorgestellt.

Bis zu acht Meter hoch ausfahrbar und zu 360 Grad drehbar, wird der Mast mit den vier Scheinwerfern die Möglichkeiten der technischen Hilfeleistungen erweitern und auch die Unterstützung von Veranstaltungen wie „Luise heizt ein“ oder „Balve Optimum“ erleichtern. 

Seit drei Jahren hat sich der Ortsverein um die Neuanschaffung eines 12 000 Euro teuren Lichtmast-Anhängers bemüht, und dafür Spendenbriefe an Unternehmen und Privatpersonen geschrieben. Eine der größten Spenden belief sich auf 1000 Euro, die am Wochenende von der Vereinigten Sparkasse in Form eines Schecks durch Sebastian Richter, Leiter der Privatkundenabteilung in Balve, übergeben wurden. 

„Das Gerät ist sehr leise“, sagt Zugführer Fabian Weber bei der Vorführung. Eine normale Unterhaltung sei während des Betriebs ohne weiteres möglich. „Sein Vorgänger war dagegen laut.“ Weitere Pluspunkte des „Neuen“ sind, dass der Anhänger an ein Auto angehängt und sein Stromaggregat zugleich als Stromversorger auch für andere Geräte eingesetzt werden kann. 

Schirrmeister kontrolliert Ausrüstung 

Bis zur weiteren Verwendung im Einsatz findet der Lichtmastanhänger einen Platz in der Geräte- und Fahrzeughalle in der Glärbach. Dort kümmert sich Jan-Christoph Schmitz als Schirrmeister um den ordnungsgemäßen Zustand der Ausrüstung. So hat er auch dafür gesorgt, dass sich die Teilnehmer an einer Übung für Decken- und Wanddurchbrüche mit der richtigen Ausstattung auf den Weg gemacht haben. 

Seitdem sich der Vorstand des heimischen Ortsverbands im vergangenen Jahr neu aufgestellt hat, leitet Holger Mayweg das THW Balve.

Unterstützt wird Schmitz vom Ortsbeauftragten Holger Mayweg, dessen Stellvertreter Andreas Kandulski, Fabian Weber und Sebastian Schröer (Verwaltungsbeauftragter). 

Als nächste Anschaffungen sind ein Wechselbrückenfahrzeug und eine Hubbühne geplant, um den Fuhrpark des Ortsverbandes noch breiter aufzustellen. Doch die dafür veranschlagten etwa 30 000 Euro müssen allein durch Sponsoren aus dem Umfeld des THW zusammen kommen. „Denn diese Anschaffungen sind zwar nützlich, aber gegebenenfalls auch beim THW Dortmund abrufbar. Von der Bundesrepublik als Träger des Technischen Hilfswerks werden diese Vorhaben deshalb nicht unterstützt“, erklärt Sebastian Schröer. 

„Wir sind eine starke, gute, motivierte und junge Truppe“, sagt Holger Mayweg über seinen Ortsverband. Seit zehn Jahren ist der Notfallmediziner dabei, angeworben von einem Bekannten, nachdem er 40 Jahre beim Deutschen Roten Kreuz im Hochsauerlandkreis tätig war. Mayweg fing mit Verwaltungsarbeiten an, absolvierte seine Grundausbildung, wurde danach Ausbildungsbeauftragter, stellvertretender Zugführer und ist seit 2017 Ortsbeauftragter. „Wir haben uns im vergangenen Jahr in der Ortsführung komplett neu aufgestellt, nachdem der bisherige Vorstand sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte“, erinnert er sich. 

Umstrukturierung geplant 

Mit Fabian Weber weiß er einen engagierten Zugführer an seiner Seite. Seit acht Jahren ist der Softwareentwickler dabei. „Ich wollte damals nicht zur Bundeswehr und habe Ersatzdienst geleistet“, blickt er zurück. Nach der Grundausbildung war Weber Helfer in der Bergungsgruppe, als Truppführer und Gruppenführer aktiv, bevor er zum Zugführer aufstieg: „Es ist die Technik, die mich begeistert.“ 

Zusammen blicken Mayweg und Weber gespannt nach vorn. In den nächsten fünf Jahren ist eine Umstrukturierung des Technischen Hilfswerks geplant. An dem Konzept werde schon gearbeitet: Für neue Anforderungen sollen Fachgruppen gebildet werden. Holger Mayweg: „Wir sind hier in Balve mit Helfern und Material gut aufgestellt, werden aber auch bis 2023 neu ausgestattet.“

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