Ballova, die Welt ist im Wandel: Ferienspiele an der Luisenhütte

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Viel Handarbeit gibt es in der Töpferei, der Gießerei, der Weberei und der Steinwerkstatt.

Wocklum - Der Schmiedemeister ist unerbittlich: „Wer ein Held werden will, fängt mit dem Blasebalg an.“ Dies wiederum gefällt dem Helden nicht, der diese niedere Arbeit tun muss: „Eine Unverschämtheit...“

Unbeeindruckt davon sind die Schmiedehelfer, die ihren Hammer auf das glühende Eisen schlagen. 

Neben der Schmiede wird Wolle gesponnen, ein Prozess, der mit dem Reinigen beginnt. Viel Handarbeit gibt es auch in der Töpferei, der Gießerei, der Weberei und der Steinwerkstatt. Alle sind mit Eifer bei der Sache – die 63 Mädchen und Jungen, die rund um die Luisenhütte an der diesjährigen Sommerferienaktion teilnehmen. 

Viel Handarbeit gibt es in der Töpferei, der Gießerei, der Weberei und der Steinwerkstatt.

„Die Werbung in den Grundschulen hat sich gelohnt“, zieht Bernadette Lange, Museumspädagogin, eine angesichts der seit drei Jahren steigenden Teilnehmerzahlen erfreuliche Bilanz. In den Schulen wurde eine Kurzversion des Themas: „Ballova, die Welt ist im Wandel“ gespielt, um die Kinder neugierig zu machen: Im Jahr 434 sind die Ballover berühmt für ihre Kunst, Dinge aus Stein und Metall herzustellen. Besonders gut können sie Stahl für scharfe Schwerter herstellen. 

Die Kinder kommen aus Balve, Lüdenscheid, Plettenberg, Neuenrade und Werdohl. Zur Seite stehen ihnen erfahrene Betreuer.

Und ein ganz besonderes Schwert will der berühmte Held Sigurd schmieden lassen, denn in einer Höhle soll ein Drache leben, der einen Schatz bewacht. Doch den Bewohnern ist alles Leben heilig, glauben sie doch daran, dass der Geist ihrer Vorfahren in jedem Leben weiterlebt. Spannend war diese Ferienaktion bereits am Dienstag, dem ersten von vier Tagen, als es ans Einkleiden und die ersten Arbeiten in den Werkstätten ging. 

Die Kinder aus Balve, Lüdenscheid, Plettenberg, Neuenrade und Werdohl hatten auch diesmal Spaß daran; diejenigen, die schon zum dritten oder vierten Mal dabei waren, halfen den Neuen. Deftiges Essen auf den Tischen Immer zur Seite stehen ihnen die Betreuer, alle mit langjähriger Erfahrung. Dazu gehört auch das Küchenteam, das jeden Tag ein deftiges Essen auf die Tische bringt. 

Zum Tagesablauf mit Morgenritual und Abschiedskreis gehört ein wechselndes Szenario, mit dem für Abwechslung bei den Arbeiten gesorgt wird. So, wenn Sigurd immer wieder darauf besteht, den Drachen zu töten. Seine Existenz können die Ballover nicht verschweigen, ist doch immer wieder aus dem Stollen ein Grollen zu hören. 

Ferienspiele an der Luisenhütte

Und wer sich traut, in diese Nähe zu gehen, der sieht Rauch aus dem Inneren und ab und zu einen roten Feuerschein (eine Nebelmaschine, ein Lautsprecher und eine Fernbedienung machen diese Effekte möglich). Zu Ende geht die Zeitreise am Freitag, wenn das Ende des Drachen im Beisein der Eltern inszeniert wird.

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