Stadt bekommt „grünen Anstrich“

Balkonkraftwerke: Balver werden bei Anschaffung finanziell unterstützt

Die Ratsmitglieder sprachen sich einstimmig für eine finanzielle Förderung der Mini-Fotovoltaikanlagen durch die Stadt aus.
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Die Ratsmitglieder sprachen sich einstimmig für eine finanzielle Förderung der Mini-Fotovoltaikanlagen durch die Stadt aus.

Einstimmiges Votum im Stadtrat für die Förderung von jährlich 50 Mini-Fotovoltaikanlagen. Für diese sogenannten Balkonkraftwerke der Bürger stellt die Stadt künftig Jahr für Jahr 5000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

„Jetzt bekommt Balve einen grünen Anstrich“, sagte Lorenz Schnadt, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft Balve (UWG), im Gespräch mit der Redaktion. Die UWG hatte diesen Antrag gestellt und vorab Gespräche mit der Mehrheitsfraktion der CDU geführt. „Ich hatte schon damals eine leichte Zustimmung wahrgenommen“, erzählte Schnadt. „Das aber jetzt alle hinter unserem Antrag stehen, dass macht mich rundum zufrieden.“

Dazu steuerte Hans-Jürgen Karthaus als Geschäftsführer der Balver Netzgesellschaft noch Informationen für alle Ratsmitglieder bei: „Es gibt keine Einspeisevergütung für die Einleitung ins öffentliche Stromnetz, denn die Kapazität solcher Balkonkraftwerke liegt unter den dafür erforderlichen 1,0 Kilowatt.“ Für die Stromerzeugung für den Hausgebrauch mit Fernseher, Kühlschrank oder Laptop seien die von 300 bis 600 Watt ausgelegten Balkonkraftwerke jedoch geeignet. „Bei einer Leistung von 300 Watt erzeugen die Mini-Fotovoltaikanlagen etwa 350 Kilowattstunden Strom im Jahr. Das macht eine Ersparnis von 80 bis 95 Euro aus“, rechnete Karthaus vor.

Strom aus erneuerbaren Energien: Balve gut dabei

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Schulte sah den erforderlichen Bedarf, Umweltschutz zu betreiben, Cay Schmidt von der SPD sprach von einer Beispielfunktion. Und für Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) sind diese Balkonkraftwerke in Sachen Umweltschutz ein „weiterer Schritt in die richtige Richtung“. Immerhin sei Balve mit 49,3 Prozent kreisweit führend, was die Erzeugung an Strom mit erneuerbaren Energien wie Windkraft, Biomasse, Solaranlagen oder Wasser angeht.

Bei der Stadt Balve wird nach dem Ratsbeschluss jetzt ein Sachkonto mit 5000 Euro eingerichtet. Jeweils 100 Euro werden als Zuschuss für eine Balkonkraftanlage ausgezahlt. Hierfür seien, so Karthaus, für eine 300-Watt-Anlage etwa 600 Euro an Anschaffungskosten zu veranschlagen. Bürgermeister Hubertus Mühling sagte auf Anfrage der Süderländer-Redaktion: „Ab Juni kann die Förderung bei Stadtkämmerer Hans-Jürgen Karthaus beantragt werden.“ Bereits jetzt seien erste Anfragen aus der Bevölkerung im Rathaus eingegangen.

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