B229n: Warten auf die Genehmigung aus Düsseldorf

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Diese Brücke in Sanssouci ist das Nadelöhr für den Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße 229. Sie soll nach der Fertigstellung des neuen Straßenabschnitts für den Verkehr gesperrt werden. a

Balve - Langsam aber sicher kommt Bewegung in das Straßenbauprojekt Bundesstraße 229n, die als neue Verkehrsanbindung zwischen Sanssouci und Kallerheim schon seit mehr als fünf Jahren diskutiert wird.

„Die Entwürfe liegen mittlerweile beim zuständigen Landesministerium“, teilte Andreas Berg, Pressesprecher vom Landesbetrieb Straßen.NRW, am Freitag auf Anfrage mit. 

Mit einer Genehmigung werde schon innerhalb der nächsten Wochen gerechnet. „Es ist alles im Fluss““, sagte der Pressesprecher zu diesem Projekt mit einem Kostenrahmen von 10,5 Millionen Euro für eine Strecke von 1,2 Kilometern Länge mit zwei Kreisverkehren. 

Über das Stockmeier-Gelände oder nach Beckum

Von Sanssouci aus wird der Verkehr dann durch einen Kreisel mit 36 Metern Durchmesser über das ehemalige Stockmeier-Gelände oder nach Beckum geleitet. Die Abzweigung zum Viadukt nach Sanssouci, derzeit das Nadelöhr für den Schwerlastverkehr auf der B229, soll nach der Fertigstellung des neuen Streckenabschnitts für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer dürfen weiterhin passieren. 

„Auch Anlieger müssen mit ihren Autos bis nach Wocklum fahren, um von dort zu ihren Häusern zu kommen“, erklärte Andreas Berg, dass keine Ausnahmen gemacht werden. In Wocklum vor dem Kallerheim entsteht ein zweiter Kreisel mit 45 Metern Durchmesser. Daran angebunden wird die in Richtung Balve führende B229. 

Brücke muss saniert werden 

Während der Zeit des Wartens auf grünes Licht aus Düsseldorf ist der Landesbetrieb Straßen.NRW, der neben der Entwurfsplanung auch bereits die Genehmigung der Kosten inklusive Baukosten und Grunderwerb in die Landeshauptstadt geschickt hat, übrigens nicht untätig. Denn aktuell bemüht sich die Behörde darum, die Lebensdauer der Brücke in Sanssouci noch einmal zu verlängern. Nur noch bis Ende 2020 darf die Brücke nach aktuellem Stand mit schweren 40 Tonnern befahren werden. 

Nicht mehr unter den Schienen hindurch, sondern flussaufwärts an der Hönne entlang soll die B229n in Sanssouci verlaufen.

Diese Frist soll erneut hinausgeschoben werden, um den Schwerlastverkehr bis zur Fertigstellung der B229n durch das Hönnetal führen zu können. Dafür werden jedoch Instandhaltungsarbeiten an dem Brückenbauwerk erforderlich. 2013, so Andreas Berg, wurde die Sanssouci-Brücke letztmals saniert, um der erhöhten Belastung durch das steigende Lastwagenaufkommen standzuhalten. Turnusgemäß rückt die Brücke jetzt wieder in den Blick der Ingenieure des Landesbetriebs. Es werde derzeit an einem Konzept gearbeitet, sagte dazu der Pressesprecher, ohne jedoch konkrete Maßnahmen nennen zu können. 

Baubeginn ist noch völlig offen 

Auch zu einem möglichen Baubeginn der B229n konnte sich Berg am Freitag noch nicht äußern. Denn derzeit sei weder der Zeitpunkt für den ersten Spatenstich, noch die Dauer der Arbeiten absehbar. Erst wenn die Entwurfsplanung und der Kostenrahmen vom Ministerium genehmigt sind, geht es an die Ausführungsplanung und in einem dritten Schritt an die Ausschreibung. 

So wird die Brücke in Sanssouci den Schwerlastverkehr noch einige Jahre aushalten müssen, bis die Fahrzeuge endlich über den neuen Abschnitt der Bundesstraße 229 rollen werden.

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