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B229n: Abriss der Stockmeier-Gebäude verzögert sich weiter

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Von: Julius Kolossa

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Die alten Gebäude der Firma Stockmeier (links) sollen abgerissen werden. An dieser Stelle wird zukünftig die neue B229 verlaufen.
Die Ausschreibung für die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Stockmeier-Gelände muss wiederholt werden. © Julius Kolossa

Der Abriss der elf auf dem ehemaligen Gelände der Firma Stockmeier stehenden Gebäude verzögert sich weiter. Nach der ersten Ausschreibung konnte der Auftrag nicht vergeben werden. Die Gebäude müssen weichen, um Platz für den Bau der Bundesstraße 229n zu schaffen.

„Es haben zwar einige wenige Firmen ein Angebot abgegeben, ein geeignetes ist jedoch nicht eingegangen“, teilte Andreas Berg, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, auf Nachfrage mit. Sollte ursprünglich bereits im Oktober mit den Abbrucharbeiten begonnen werden, muss der Auftrag nun zunächst erneut ausgeschrieben werden. Weil diese Arbeiten mit Kosten von mehr als fünf Millionen Euro veranschlagt sind, ist wieder eine EU-weite Ausschreibung erforderlich. Berg: „Die Vergabephase dauert bis Ende November. Liegt danach ein brauchbares Angebot vor, kann mit dem Abbruch vielleicht noch in diesem Jahr begonnen werden.“

Bis zur Fertigstellung der etwa 1,2 Kilometer langen Umgehungsstraße zwischen Sanssouci und Wocklum muss sich der Verkehr durch das Hönnetal weiterhin über die marode Sanssouci-Brücke auf der B229 unter dem Eisenbahn-Viadukt als Nadelöhr quälen. Dies bringt besonders für den Schwerlastverkehr Probleme. Denn die Brücke kann nicht gleichzeitig von zwei Lkw befahren werden. Staus im Berufsverkehr sind deshalb die Regel.

Planungen laufen seit mehr als zehn Jahren

Mittlerweile seit mehr als zehn Jahren wird an der Umgehungsstraße, die über zwei Kreisverkehre an das vorhandene Straßennetz angeschlossen werden soll, geplant. Immer wieder gab und gibt es Verzögerungen bei diesem etwa zehn Millionen Euro teuren Bauprojekt: So mussten zuletzt beispielsweise Ersatznistquartiere für geschützte Fledermausarten, die sich in einigen der Abrissgebäude eingenistet hatten, geschaffen werden. Nun also die erneute Ausschreibung der Abbrucharbeiten.

Wird abgebrochen, sollen die Arbeiten in rund drei Monaten abgeschlossen sein. Das erforderliche Gelände wurde der Firma Stockmeier abgekauft, die sich im angrenzenden Steinbruch neben der Trasse neu ansiedelt. „Mit den Straßenbauarbeiten und mit dem Bau der Kreisverkehre kann allerdings nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2024 begonnen werden“, sagte Berg zum weiteren Zeitplan. In dem großen Zeitraum zwischen Abriss und dem Beginn der eigentlichen Arbeiten für die B229n würden weitere Planungen vorgenommen und die Ausschreibung für den Bau der Straße und der Kreisverkehre EU-weit vorgenommen.

Nach Abschluss der Arbeiten: Sanssouci-Brücke wird für Verkehr gesperrt

Nach Fertigstellung der B229n wird die Sanssouci-Brücke, also der bisherige B229-Verlauf, für den Straßenverkehr gesperrt. Auch für Anlieger wird es keine Ausnahmen geben. Diese können ihre Häuser und Wohnungen dann einzig noch vom neuen Kreisel in Wocklum aus erreichen.

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