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Autorin aus dem MK für einen der wichtigsten Krimipreise nominiert

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Von: Markus Wilczek

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Kathrin Heinrichs ist für den Fritz-Glauser-Preis in der Kategorie Krimi-Kurzgeschichte nominiert.
Kathrin Heinrichs ist für den Fritz-Glauser-Preis in der Kategorie Krimi-Kurzgeschichte nominiert. © Koll, Michael

Die aus Langenholthausen stammende Autorin Kathrin Heinrichs ist mit dem Glauser-Preis 2022 für einen der wichtigsten Krimipreise im deutschsprachigen Raum nominiert.

In der Kategorie „Kurzkrimi“ stehen neben Heinrichs mit Peter Godazgar, Julia Hofelich, Thomas Kastura und Stefan Pörtner noch vier weitere Autoren zur Wahl. Heinrichs hat es mit ihrer Geschichte „Freier Fall“ aus der Anthologie „Im Mordfall Iserlohn“ (emons-Verlag) in die Auswahl geschafft.

„Ich bin überglücklich über die Nominierung der Kollegen, sie ist eine große Anerkennung“, sagt Kathrin Heinrichs. Mit „Freier Fall“ werde eine Geschichte berücksichtigt, die einen ernsten und dunklen Ton hat, „während ich ja sonst gern mit humorvollen Texten aufwarte. Sie zeigt meine andere Seite, und das ist ein besonderer Erfolg“, so Heinrichs.

Preisverleihung im Mai

Die Preisverleihung findet am 22. Mai auf dem großen Krimifest Criminale im Rahmen der Gala des Autorengruppe Syndikat statt.

Die Kurzgeschichte „Freier Fall“

In der Kurzgeschichte „Freier Fall“, mit der Heinrichs nominiert ist, geht es um den Tod der 18-jährigen Luisa, die in ihrem Auto durch einen von einer Autobahnbrücke geworfenen Gullydeckel getötet wird. Weil die Polizei den Täter nicht findet, macht sich Luisas Vater allein auf die Suche. Am Ende hat er Erfolg – glaubt er. Heinrichs stellt die Handlung aus zwei Blickwinkeln dar. Was Luisa gedacht haben mag, erfährt der Leser über ihren Vater. Was über den Mörder bekannt ist, bekommt der Leser über den Mittäter serviert.

Der Friedrich-Glauser-Preis, abgekürzt Glauser genannt, ist nach dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser (1896 bis 1938) benannt. Glauser gilt als der erste deutschsprachige Krimiautor. Der Preis, der neben dem Deutschen Krimi Preis als der mittlerweile wohl wichtigste Krimipreis im deutschsprachigen Raum gilt, wird seit 1987 alljährlich von der Kriminalliteratur-Autorengruppe Syndikat (rund 750 Mitglieder) verliehen.

Auszeichnung mit 5000 Euro dotiert

Die populärste Auszeichnung wird für den besten Kriminalroman des Jahres in deutscher Sprache vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert. Zu den weiteren Kategorien, in denen der Glauser verliehen wird, gehört die Krimi-Kurzgeschichte. Dieser Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Über die Nominierungen und Titelträger in den verschiedenen Kategorien entscheiden Fachjurys, die mit Autoren aus dem Syndikat besetzt sind.

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