Nach Premiere in Wocklum

Autokino zieht um nach Küntrop

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Daumen hoch: Das Veranstalterteam zeigte sich zufrieden mit dem Autokino-Event in Wocklum.

Wocklum – „Wir haben zum Glück wetterbedingt keine der acht Vorstellungen absagen müssen“, bilanzierte Hans-Peter Drilling als einer der beiden Initiatoren des Autokinos die mehrtägige Aktion im Reitstadion im Wocklum.

Im Gespräch mit der Redaktion zeigte sich Drilling nach der finalen Veranstaltung am Samstag zufrieden. 

Zum Abschluss der „Sauerland-Kino“-Reihe lief „Spiderman“. Für diesen Streifen hatten lediglich zwölf Autos vor der großen Leinwand geparkt. An den anderen sieben Filmabenden war das Interesse jedoch jeweils größer gewesen. „Ausverkauft waren ,James Bond’ sowie ,Gut gegen Nordwind’ und ,Die Goldfische’, stellte Drilling die Filme vor, die am besten liefen. „Sonst hatten wir eine Auslastung von insgesamt 65 Prozent.“ 189 Autos waren es insgesamt, die ins Autokino kamen. Angeboten wurden jeweils Plätze für 20 Fahrzeuge. Die übrigen Plätze wurden als VIP-Plätze an diejenigen vergeben, die das Autokino-Projekt über die Crowdfunding-Plattform der Volksbank finanziell unterstützten. 

Technik als größte Herausforderung

„Unsere Erwartungen waren, dass sich alle Besucher wohlfühlen sollten, und diese Erwartungen haben wir erreicht, wie sich in Gesprächen mit Besuchern gezeigt hat“, sagte Drilling. Die größte Herausforderung sei von Anfang an die Technik gewesen, von deren Funktionieren natürlich alles abhing. „Sechs Leute aus unserem Team mussten wir innerhalb von vier Stunden im Umgang mit dem Projektor schulen“, blickte Drilling noch einmal zurück. Diese engagierte Mannschaft übernahm bei jeder Vorstellung mit wechselnder Besetzung die Bedienung. Bis auf anfängliche Probleme bei der Premiere mit dem heiß gelaufenen Projektor sei alles reibungslos verlaufen. „Danach hatten wir die Technik im Griff“, so Drilling. 

Für die nächste Zeit seien keine weiteren Filmabende im Reitstadion vorgesehen: „Wir wollen nicht ausschließen, dass es irgendwann doch noch einmal hier in Wocklum ein Autokino geben wird, doch jetzt setzen wir auf Open-Air-Veranstaltungen ohne Fahrzeuge“, sagte Drilling. Zunächst allerdings wird es vom 24. Juli bis 7. August noch das bereits fix terminierte Auto-Kino-Angebot auf dem Flugplatz in Neuenrade-Küntrop geben. Allerdings nur in abgespeckter Version mit sechs statt acht Filmen, weil das Interesse in Wocklum unter der Woche nicht so groß gewesen sei. 

Filmvorführungen unter freiem Himmel

Filmvorführungen unter freiem Himmel – ohne Autos – war von Anfang an das Ziel des mit Leader-Mitteln finanziell geförderten Projektes „Sauerland-Kino“, doch dann kam Corona. Hans-Peter Drilling: „Hier in Wocklum hatten wir schließlich Planungssicherheit.“ Und weil es keine Alternativen zu anderen zeitgleich laufenden Veranstaltungen gegeben habe, sei die Besucherresonanz auch entsprechend gut gewesen. „Die Menschen waren überrascht, neuere Filme aus 2019 zu sehen“, berichtete er über Meinungen der Zuschauer, die sich zufrieden mit der Filmauswahl gezeigt hätten. 

Neue Ideen gibt es bereits auch für die Zeit ab dem 8. August. „Wir planen mindestens vier Veranstaltungen an zwei Wochenenden“, stellte Drilling das Konzept vor. „Dabei setzen wir auf eine gute Mischung aus Klassikern, Blockbustern und deutschen Produktionen.“ 

Das Helferteam steht

Weil jedoch das Wetter mitspielen und auch die Situation rund um das Coronavirus passen müsse, gebe es derzeit noch nichts Genaueres: „Wir planen auf Sicht.“ Dabei stehe stets ein Helferteam auch aus den Reihen des Festspielvereins zur Verfügung, das inzwischen „stabiles Veranstaltungsformat für weitere exklusive Veranstaltungen“ habe. Bis zum 27. August kann dieses Leader-Projekt per Crowdfunding weiterhin finanziell unterstützt werden. Gut 5000 Euro sind bisher zusammengekommen. Als Ziel hatten sich Drilling und Mitorganisator Robin Vorsmann 15 000 Euro gesetzt.

Weitere Informationen zum „Sauerland-Kino“-Projekt unter www.sauerland-kino.de.

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