Feuerwehr übt im abgesperrten Hönnetal

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Ein Autofahrer hatte im Übungsszenario der Feuerwehr einen Pilzsammler umgefahren. Das Fahrzeug musste stabilisiert werden, um die Insassen zu retten. Die Feuerwehrleute probierten verschiedene Schneidtechniken aus.

Hönnetal - Viel Blaulicht, viele Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrleute – im Hönnetal wurde am Dienstag die Gelegenheit genutzt, auf der von Deilinghofen bis zur Horst wegen Baumfällarbeiten gesperrten B 515 eine Übung durchzuführen. 30 Einsatzkräfte waren für Brandbekämpfung, Erstversorgung, Absicherung und patientenorientierte Rettung tätig.

Angenommen wurde folgender Unfallhergang: Ein Pkw-Fahrer hat einen unvorsichtigen Pilzsammler umgefahren, verlor dabei die Gewalt über sein Auto und blieb auf dem Dach liegen. Von zwei eingeklemmten, verletzten Personen wurde ausgegangen.

Christian Boike, Führer vom Löschzug 3, leitete diesen Übungseinsatz, an dem die Wehrleute aus Volkringhausen, Beckum und Eisborn sowie von der hauptamtlichen Feuerwache aus Menden teilnahmen. Aus der Nachbarstadt kam technische Unterstützung vom Rüstwagen zur Stabilisierung des umgestürzten Fahrzeugs. „Der Lerneffekt steht im Vordergrund“, fasste Boike im Gespräch mit unserer Zeitung das Ziel zusammen. Dabei wurden verschiedene Schneidtechniken an unterschiedlichen Stellen eines Pkw ausprobiert: „Wir haben jetzt die Möglichkeiten dazu.“

Weiträumig abgesperrt war der Übungsort, so dass die Feuerwehrleute ungehindert arbeiten konnten. Und doch standen plötzlich zwei Fahrzeuge vor dem letzten aus Balve stehenden Einsatzfahrzeug. Revierförster Richard Nikodem, der auch an diesem Tag die Rodungsarbeiten im Hönnetal beaufsichtigt hatte, war zur Stelle und musste die Fahrer wieder auf den rechten Weg bringen. Verständnis hatte er aber nicht, wie er sagte. Immer wieder hätte es tagsüber Verkehrsteilnehmer gegeben, die die Absperrungen zur Seite geschoben und durchgefahren seien. „Lebensgefährlich“, sagte er, weil die Fällarbeiten derweil im vollen Gange waren.

Keine Gefahr bestand aber für die Feuerwehr, die an einem sicheren Standort, in Sichtweite der Abzweigung Deilinghofen und Menden übte. „Ja, dies ist ein Unfallschwerpunkt“, sagte Balves Wehrleiter Frank Busche. Auf die am Dienstag geübte technische Hilfeleistung bereiten sich die Kameraden mit monatlichen Übungseinheiten vor. Diesmal arbeiteten sie Hand in Hand mit ihren hauptamtlich tätigen Kollegen aus Menden zusammen, um das Auto so zu stabilisieren, dass die eingeklemmten Personen sicher geborgen werden konnten. Vor Ort fand dann auch die Nachbesprechung der Übung statt, bei der die „Unfallstelle“ mit Hereinbrechen der Dunkelheit ausgeleuchtet wurde.

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