Auszeichnung des Landes für Balver Schützen

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Engelbert von Croy (rechts) übergibt Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg ein Foto von der Balver Höhle. Der Brudermeister hofft, dass es einen Ehrenplatz im Landtag bekommt. ▪

BALVE/DÜSSELDORF ▪ Für ihr „herausragendes, gesellschaftliches Engagement“ ist die Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve am Mittwochabend im Landtag in Düsseldorf ausgezeichnet worden. Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg übergab den mit 3 000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Heimatpflege und Brauchtum“ an die 14-köpfige Delegation des Balver Vereins. Zu den Gratulanten zählte auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Von Annabell Niemand

Die Bruderschaft hatte sich um die Auszeichnung für Schützenvereine beworben, die sich in besonderer und vorbildlicher Weise gesellschaftlich engagieren. Ins Zentrum ihrer Bewerbung stellte sie den Einsatz für die Heimat- und Brauchtumspflege mit samt der vielfältigen Kulturveranstaltungen in der Balver Höhle. Als die Balver gar nicht mehr an den Wettbewerb dachten, flatterte im Februar die freudige Nachricht ins Haus. Aus 22 Bewerbungen hatte eine Jury für drei Kategorien je einen Preisträger gewählt.

Mit dem geschäftsführenden Vorstand, den Kompanieführern und dem Ehrenvorsitzenden Conrad Betten fuhr Brudermeister Engelbert Prinz von Croy am Mittwoch in die Landeshauptstadt. Insgesamt hatten sich zu dem parlamentarischen Abend 650 Schützen aus acht Verbänden angemeldet – aus Sicht des Vorsitzenden eine gute Gelegenheit, für die St. Sebastian-Schützen und die Balver Höhle zu werben.

Zunächst marschierten die Teilnehmer im Fackelzug zum Landtagsvorplatz. Dort spielten das Tambourcorps Düsseldorf-Bilk und die Musikkapelle Kleinenbroich den Großen Zapfenstreich. „Das hat dem Abend einen sehr würdigen Rahmen verliehen“, beschreibt von Croy.

Im Anschluss übergab Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg die Auszeichnung. „Wir sind mehr als stolz“, sagte der Balver Brudermeister. Es sei ein Feedback für das jahrelange, ehrenamtliche Engagement. „Das ist jetzt über die Grenzen von Balve hinaus bekannt geworden und gewürdigt worden.“ In seiner Dankesrede betonte Engelbert Prinz von Croy, dass nur eine kleine Abordnung aus Balve gekommen sei, aber deutlich mehr Menschen der Dank gebühre. „Ich hätte gerne alle 1 768 Schützen mit hierher genommen“, sagte er.

Um den Parlamentariern einen keinen Eindruck der Balver Höhle zu vermitteln, übergab von Croy dem Landtagspräsidenten ein gerahmtes Foto vom Public Viewing im Felsendom. „Das Bild wird hoffentlich einen würdigen Platz im Landtag bekommen.“ Der Vorsitzende erklärte, dass das Engagement für die Höhle die Hauptaufgabe des Vereins sei. Deshalb werde auch das Preisgeld in den weiteren Erhalt und Unterhalt der Höhle fließen.

Erst kurz vor Mitternacht traten die Balver die Heimreise an. „Bis dahin haben wir viele gute Gespräche mit Landtagsabgeordneten und Vertretern anderer Schützenvereine geführt.“ Unter anderem gratulierte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. „Das war für uns alle eine sehr faszinierende und nahegehende Zeremonie“, fasste von Croy zusammen.

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