Ausstellung „Kinder brauchen Frieden“ in der Bücherei

+
Roswitha Schubert (von links), Jürgen Hederich und Michael Bathe (Stadt) eröffneten gestern die Ausstellung. ▪

BALVE ▪ Jürgen Hederich ist überzeugt, dass unter den Konflikten in der Welt vor allem Kinder leiden. Um auf die unterschiedlichen Schicksale aufmerksam zu machen, hat er gestern die Ausstellung „Kinder brauchen Frieden“ in der Bücherei der Stadt Balve eröffnet. „Das Thema darf nicht aus den Köpfen verschwinden“, sagt der ehrenamtliche Mitarbeiter der Unicef-Arbeitsgruppe Lüdenscheid.

Das Kinderhilfswerk hat das Material zur Verfügung gestellt. Zu sehen sind Fotos, die bestimmte Lebenssituationen zeigen – das Leben im Flüchtlingslager, ein Kind, dem eine Mine beide Beine abgetrennt hat, ein Kindersoldat in Sierra Leone. Der 66-jährige Neuenrader zählt eine traurige Liste auf, die ihn bewogen hat, die Ausstellung zu organisieren: „Da gibt es Vergewaltigungen, Minenopfer, Kindersoldaten und Kriegswaisen. Es sollte uns immer bewusst sein, wie sehr Kinder unter Extremen leiden.“ Er betont aber auch, dass es nicht nur kriegerische Auseinandersetzungen sind, die Kinder belasten. Hederich erinnert an das Erdbeben in Pakistan zu Beginn des Jahres, die Überschwemmungen der vergangenen Tage in Indien und unzählige Aidswaisen in vielen afrikanischen Ländern.

Es ist die dritte Ausstellung, die Jürgen Hederich nach Balve bringt. „Die Leute nehmen sich Zeit zum Gucken, fragen interessiert nach, lassen aber kein Geld da“, hat Büchereileiterin Roswitha Schubert beobachtet. Aber Hederich sagt: „Die Präsenz ist das wichtigste.“ Dennoch hat er wieder die Unicef-Spendendose aufgestellt, um das Leid von Kindern zu lindern.

Die 24 Plakate auf den Stellwänden sind bis Anfang November während der Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen. Ausdrücklich sind auch Kindergarten- und Schulgruppen zu der Ausstellung eingeladen. Anfang 2012 sollen die Bilder in der Bücherei in Werdohl gezeigt werden. ▪ acn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare