Balver Feuerwehr sechs Stunden im Pfarrheim beschäftigt

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Das katholische Pfarrheim an der St. Blasius-Kirche war am Samstag Schauplatz einer groß angelegten Feuerwehrübung.

Balve - An einer außerplanmäßigen Übung haben am Samstag mehr als 30 Feuerwehrleute aus dem gesamten Stadtgebiet teilgenommen. Aufgabe war es, ein Feuer im katholischen Pfarrheim neben der St. Blasius-Kirche zu löschen und Personen zu retten.

Ausgedacht hatten sich diese Übung Rüdiger Reck und Patrick Schäfer, als sie hörten, dass das Pfarrheim vor dem Abriss steht. „Wir wollten diese Übung zuerst auf Zugebene starten, haben uns aber dann entschlossen das Ganze auf Stadtebene durch zuführen“, erklärte Reck. „Wichtig war für uns, dass Feuerwehrkameraden mit den Fahrzeugen und Geräten der anderen Löschgruppen vertraut werden“.

Nach jedem Übungsvorgang wurden die Teilnehmer im Rotationverfahren ausgetauscht, so dass jeder einmal auf fremden Fahrzeug zum Einsatz kam. Nach einer kurzen Lagebesprechung wurden die einzelnen Gruppen dann immer wieder neu aufgestellt und eine erneute Übung gestartet.

So wurde das Bergen von Verletzten über die Leiter, aber auch mit normaler Tragehilfe geübt. Eine andere Gruppe war mit dem Löschangriff beschäftigt. Personen hinter verschlossenen Türen mussten gerettet werden.

Waren morgens noch leichte Rettungsmaßnahmen durchzuführen, wurden diese am Nachmittag mit Nebel erschwert. Das Bild sah so real aus, dass Passanten die Übung für einen Ernstfall hielten.

Unter schwerem Atemschutz mussten sich Einsatzkräfte durch die vernebelten Räume tasten, verletzte Personen ausfindig machen und ins Freie bringen. Die Sicht in den vernebelten Räumen war extrem schlecht, trotzdem wurden zwei Personen gefunden. Eine Person wurde aus der oberen Etage über die Leiter gerettet.

Gut sechs Stunden dauerte der Übungstag. Von den Übungsbeobachtern Christian Boike, Frank Busche und Udo Perschke gab es Lob für die Teilnehmer. „Wir sind froh, dass uns der Kirchenvorstand das Pfarrheim zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt hat und möchten uns dafür auch bedanken“, sagte Patrick Schäfer. „So ein Übungsobjekt haben wir nicht alle Tage“, betonte er.

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