Neues Bewusstsein schaffen

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Hochwasserschutz, Ökologie und Freiraumnutzung sollen bei der Renaturierung der Hönne im Bereich des Schulzentrums in Einklang gebracht werden. Hartmut Scharf vom Bauamt der Stadt Balve stellte im Ausschuss ein Konzept dafür vor.

Balve - Der voraussichtlich 2018 zu bauende Minikreisverkehr in Höhe der Sparkasse soll auch im Umfeld eine neue Verkehrsführung mit sich bringen. Im Ausschuss Umwelt, Planung, Bau wurden jetzt Gestaltungsleitlinien von Gerold Kalkowski vom Planungsbüro Pesch + Partner vorgestellt.

Ausschussvorsitzender Lorenz Schnadt skizzierte: Die bisher verkehrsberuhigte Hoffmeisterstraße solle in Höhe der Firma Zimmermann für deren Anlieferverkehr bei Tempo 30 freigegeben werden. Die Dreikönigsgasse werde zur Tempo-30-Zone, die Garbecker Straße eine Einbahnstraße.

Über die Gestaltung der Straßentypen mit verschiedenen Pflastersteinen für die markierte Fahrspur (Tempo 30) oder Mittelrinne (verkehrsberuhigt) soll sich die Bevölkerung während einer Infoveranstaltung noch ein Bild machen können. Nach den Sommerferien werde das Thema wieder auf die Tagesordnung des Ausschusses kommen.

Gerold Kalkowski vom Planungsbüro Pesch + Partner stellte im Ausschuss Gestaltungsleitlinien für die neue Verkehrsführung vor.

Weitere Vortragende dieser Juni-Sitzung waren Sabine Biehs-Romann und Otmar Hermanns vom Verein „Hönnetal im Wandel“. Eine Möglichkeit zur Lebensmittelversorgung solle wieder in der Stadt geschaffen werden. Es sollen alte Kulturtechniken wieder zu neuem Leben erweckt werden. Und ein neues Bewusstsein der Bevölkerung für sparsameren Umgang mit Ressourcen soll geschaffen werden. Ein Schritt weg von der Wegwerf-Gesellschaft sei mit dem Repair-Café schon gemacht worden. Und „Hönnetal im Wandel“ denke weiter: Die Bepflanzung der durch die Dorfentwicklungskonzepte entstehenden Grünflächen mit essbaren Früchten und Küchenkräutern unter dem Motto: „Pflücken erwünscht“ stehe für einen anderen Umgang mit der Umwelt.

Vereinsvorsitzende Biehs-Romann sagte: „Das kann eine höhere Aufenthaltsqualität bedeuten und auch eine Attraktion für Touristen.“ Der Stadt entstünden dabei zudem keine Kosten. Mit dem Märkischen Kreis sei bereits eine Liste in Frage kommender Nutzpflanzen erstellt worden, teilte sie mit und übergab eine Übersicht an den Ausschussvorsitzenden.

Sowohl Schnadt, als auch Bürgermeister Hubertus Mühling standen dieser Idee positiv gegenüber. Diese sei geeignet, die Bevölkerung – und nicht nur die Kinder – für die Umwelt zu sensibilisieren. Mühling erinnerte aber auch noch einmal an die vor drei Jahren an die an der Gehringer Schlade angelegte Streuobstwiese. Und er versprach, mit der Verwaltung abzustimmen, wie ein Nutzpflanzen-Einsatz gemeinsam mit dem Verein „Hönnetal im Wandel“ bei der anstehenden Neugestaltung des Schulhofs der Balver Grundschule realisierbar sei.

Entschieden hat der Ausschuss, dass der Rat der Stadt das Planungskonzept zur ökologischen Verbesserung der Hönne im Bereich des Schulzentrums beschließen soll. Die Verwaltung solle damit beauftragt werden, weitere Planungen durchzuführen. Darüber hinaus solle ein Zuwendungsantrag gestellt werden. Und eine Renaturierung der Hönne solle vorbereitet werden.

Hartmut Scharf vom Bauamt stellte zum Abschluss noch ein Konzept vor, das auf etwa 250 Metern ab der Brücke des Schulzentrums am Krumpaul bis zur Kormke bei der Firma Pickhardt und Gerlach umgesetzt werden soll. Hochwasserschutz, Ökologie und Freiraumnutzung sollen dabei in Einklang gebracht werden, sowie eine „wasserorientierte Stadtgestaltung für Menschen und Gewässer“. Eine Kosteneinschätzung für dieses Konzept liege noch nicht vor, erläuterte Scharf.

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