Tag des Ausbildungsplatzes in Balve wirbt für Beruf des Tischlers

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Stadtmarketing-Geschäftsführerin Stephanie Kißmer (von links), Firmenchef Johannes Rüth, Gudrun Schmitz-Raphael und Adriana Boczek von der Arbeitsagentur sowie Bürgermeister Hubertus Mühling werben um Ausbilder. ▪

BALVE ▪ Wer ausbildet, investiert in die Zukunft seines Betriebes, sorgt damit aber auch für qualifizierte Fachkräfte, die dringend gesucht werden. Ein Beispiel ist die Tischlerei Hans Albert Rüth & Sohn GmbH, die gestern am Tag des Ausbildungsplatzes Besuch bekam.

Adriana Boczek, Leiterin der Arbeitsagentur Menden, Gudrun Schmitz-Raphael, Arbeitsvermittlerin der Agentur für Arbeit Iserlohn, die Balver Stadtmarketing-Geschäftsführerin Stephanie Kißmer und Bürgermeister Hubertus Mühling machten sich vor Ort ein Bild. „Wir wollen diesmal in einem Handwerksbetrieb die Werbung für Ausbildungsplätze machen“, so Mühling.

Die Tischlerei Rüth wurde 1964 gegründet und hat bisher 41 Jugendliche ausgebildet. Zurzeit sind unter den 19 Mitarbeiter zwei Azubis zum Tischler und zum Technischen Zeichner. Johannes Rüth, der den Betrieb vor drei Jahren von seinem Vater übernommen hat: „Für das nächste Lehrjahr ist der Platz bereits vergeben.“ Er betonte, dass viele ehemalige Azubis noch heute im Betrieb arbeiten.

„Immer noch verbinden viele mit einer Tischlerei den Meister Eder und seinen Pumuckl“, verwies er auf ein Klischee. Doch die Zeiten, wo mit Handsäge und der Dose Holzleim das Nachttischchen gebaut wurde, sind vorbei – bei Rüth hat die Zukunft längst begonnen. Denn mit einem modernen Maschinenpark werden hier Möbel für Kosmetikgeschäfte, Juweliere und auch Modeketten in ganz Europa hergestellt. Außerdem werden Schiffseinrichtungen angefertigt.

„Von einem Bewerber erwarte ich zumindest ein gutes Hauptschulzeugnis und Begeisterung für Mathematik und technische Zusammenhänge wie Physik, Chemie und Biologie“, sagt Rüth. Denn es sei unabdingbar, zu wissen, welches Holz von welchem Baum kommt.

Zurzeit gibt es im Bezirk Menden/Balve der Agentur für Arbeit fünf Bewerber für die drei von Tischlereien gemeldeten offenen Ausbildungsstellen. Gudrun Schmitz-Raphael: „Tischler sind nicht einfach zu finden. Im Gegensatz zu den häufig gefragten Berufen wie Industriemechaniker, Mechatroniker oder Arzthelferin ist hier eine ganzjährige Akquise erforderlich.“ In Balve stehen den Jugendlichen bei ihrer Berufswahl das Internet, die Türen des Berufsinformationszentrums und des Berufsorientierungsbüros in der Hauptschule offen. Auf diese Weise finden Bewerber und Ausbilder zueinander. Gibt es während der Lehrzeit in einem Betrieb Probleme, können ausbildungsbegleitende Hilfen eine Lösung sein. Die Arbeitsagentur berät. ▪ JK

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