Pläne für Neugestaltung des Bereichs in 2022

Aus Hauptschule soll „Quartier an der Hönne“ werden

Wenn die letzten Schüler im Sommer 2022 die Hauptschule am Krumpaul verlassen haben, soll der Gebäudekomplex abgerissen werden.
+
Wenn die letzten Schüler im Sommer 2022 die Hauptschule am Krumpaul verlassen haben, soll der Gebäudekomplex abgerissen werden.

Auf ein Ende folgt ein Neuanfang: Wenn im Sommer 2022 die letzten Schüler die auslaufende Hauptschule am Krumpaul verlassen haben, soll die Fläche nach dem Abriss des Schulkomplexes Teil des neuen und noch zu schaffenden „Quartiers an der Hönne“ werden.

Balve - Unter diesem Arbeitstitel hatten sich drei Architektenbüros im Auftrag der Stadtverwaltung an die Arbeit gemacht, Konzepte für eine Nachnutzung der Fläche zu entwickeln. Vorgegeben als Elemente waren die Schaffung einer Kindertageseinrichtung und dreier Gruppenräume, die von der Bevölkerung genutzt werden können, sowie die Anbindung des Bereichs an die Innenstadt.

Über die möglichen Kosten und Realisierungszeiträume wurde noch nicht gesprochen am Dienstagabend, als die drei Büros ihre Entwürfe in der Mellener Schützenhalle den Mitgliedern des Ausschusses Umwelt, Stadtentwicklung, Bau präsentierten.

Das Büro Pesch und Partner aus Dortmund hatte einen „Heimvorteil“, stammt aus der Feder dieser Architekten doch bereits das Balver Dorfentwicklungskonzept aus dem Jahr 2014. Für das „Quartier an der Hönne“ schlägt das Büro vor, die Kita winkelförmig anzulegen, an anderer Stelle zweigeschossig das Mehrzweckgebäude.

Im Erdgeschoss ist ein Foyer geplant, das auch als Mensa für etwa 400 Realschüler genutzt werden könnte. Bisher gibt es an der Realschule kein warmes Essensangebot. Außerdem soll ein Festsaal mit bis zu 650 Sitzplätzen und Bühne entstehen. Im Obergeschoss ist ein Bereich für die Volkshochschule (VHS) vorgesehen, aber auch eine Cafeteria und weitere Einzelbüros. Zwischen beiden Gebäuden wird viel Freifläche für etwa 100 Parkplätze angelegt.

Vom Architekturbüro Loth Planung + Stadtentwicklung aus Siegen wurde ein Bildungscampus in zentraler Lage vorgestellt. Das Bürgerhaus mit Bühne, zweigeschossigem Saal und ebenfalls Mensa und Foyer sowie im oberen Bereich Räume für die VHS bildet eine Einheit, die Kita eine andere. Weil es rein rechnerisch keine Not an Stellplätzen an diesem Standort, zu dem auch der anliegende Sportplatz, die Realschule sowie die Dreifachturnhalle gehören, gebe, wurde mit 54 Parkplätzen für den Campus geplant.

In beiden Entwürfen soll zudem die Hönne in diesem Bereich renaturiert werden, um damit auch das Landschaftsbild attraktiver zu gestalten.

Von Wolters Partner Architekten aus Coesfeld wurde der bisherige Zustand – die Zufahrt zum Schulzentrum Krumpaul als „undefinierte Willkommenskultur“ auf den Punkt gebracht. Auch dieses Büro geht daher von einer Umgestaltung der Zufahrt aus. Und sonst finden auf der Fläche ein Bürgerheim und eine Kita ihren Platz. Für die Kinder gibt es Platz auf zwei Geschossen, für die Erwachsenen und Realschüler ein Bürgerheim, das baulich um ein Foyer und eine Mensa erweitert werden kann. Auch hier ist der Innenraum als Saal nutzbar; die Bühne soll absenkbar sein. Beide Gebäudetrakte sind kleiner gehalten, um dem Außenbereich mehr Raum zu geben. Hier können bis zu 180 Stellplätze entstehen.

Die Ausschussmitglieder äußerten sich zu den vorgestellten Entwürfen zunächst nicht. Die weiteren Beratungen finden in den Fraktionen von CDU, SPD und UWG statt. Die Ergebnisse werden dann in einer der nächsten Sitzungen präsentiert.

Zufrieden äußerte sich Realschulleiterin Nina Fröhling, die im Zuhörerraum die Präsentationen verfolgte. „Ich wünsche mir eine Veranstaltungshalle, um endlich die Aula der Realschule zu entlasten“, sagte sie im Gespräch mit der Redaktion. Fröhling nahm an dieser Sitzung teil, weil sie sich einen Eindruck verschaffen wollte, was sich demnächst am Schulzentrum Krumpaul alles tun könnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare