„Auftrittsverbot“: Mendener Karnevalisten produzieren ihren nächsten Hit in Langenholthausen

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Helmut Muhl (links) und Kai Deutschländer im Tonstudio von KRD Music in Langenholthausen.

Langenholthausen - Im Tonstudio von KRD Music in Langenholthausen entstand das „Auftrittsverbot“, der siebte Karnevalstitel für die Mendener Karnevalsgesellschaft (MKG) Kornblumenblau. Einen Monat haben Kai Deutschländer und Ralph Heinze, Inhaber von KRD Music, an der Fertigstellung des Liedes gearbeitet.

„Das ist die musikalische Antwort darauf, dass der Senatorenchor aus Menden vor seinem Auftritt jedes Mal als Seniorenchor angekündigt wird“, sagte der Werdohler Helmut Muhl zur Entstehung des Songs augenzwinkernd. Der 57-Jährige hat Keyboard und Gitarre in „Auftrittsverbot“ gespielt und sagt: „Ich hoffe auf einen durchschlagenden Erfolg.“ 

Seit 43 Jahren auf der Bühne und im Studio 

So ernst er auch die Musik nimmt und bei jeder Aufnahme nach dem perfekten Ton sucht, so locker geht Muhl mit dem Karneval um. Seit 43 Jahren steht er auf der Bühne und im Studio. Schon in den 80er-Jahren spielte mit seiner Band „Rosa rauschen“ Hardrock, Punk und Tanzmusik. Weil die Wege in der Musikszene meist kurz sind, kam irgendwann auch der Kontakt mit der MKG zustande, für die Muhl bei den seit 2013 in Langenholthausen produzierten Liedern mit zu den Instrumenten griff. 

Für die Zwillinge Kai Deutschländer und Ralph Heinze (52) gehören Produktionen dieser Art zum Alltag. Chöre, Solisten und Bands sind ihre Auftraggeber. „Zurzeit arbeiten wir mit Rappern aus Neuenrade zusammen“, sagte Kai Deutschländer. Zum „Auftrittsverbot“ trugen er und sein Bruder mit Schlagzeug, Bass und Gesang bei. 

Verstärkung durch den Mendener Meisterchor

Thomas Hagemann aus Menden hat den Text geschrieben: zwei Strophen, ein Zwischenstück und drei Refrains. Ab Mitte Oktober wurde von ihm „Auftrittsverbot“ im Tonstudio eingesungen, einige Wochen später kamen dann einige Senatoren der MKG dazu, die durch acht Sänger vom Meisterchor amante della musica menden verstärkt wurden. „Das ist für uns klassische Produzentenarbeit“, so Kai Deutschländer, der die Instrumente und den Gesang arrangierte. 

Seit 2013 Stammgäste im Studio 

Dabei sind die Mendener schon Stammgäste, nachdem sie 2013 ihren ersten Song „Teufelsturm“ in Langenholthausen aufnehmen ließen. Danach „Nur aus Menden“, „Mendener Mädels“ und 2013 dann einen Dreierpack mit „Karneval im Blut“, „Fastnacht“ und „Ein Lied“. 

Seine Premiere feierte das „Auftrittsverbot“ am Samstag während der Prinzenproklamation auf der Wilhelmhöhe in Menden. Dass all dies möglich ist, ist Kai Deutschländer zu verdanken. Denn die Mendener Karnevalisten wollten eigentlich in diesem Jahr aus Kostengründen keinen Song produzieren: „Ich wollte kein Jahr Pause haben, deshalb habe ich das auf meine Kappe genommen und zumindest ein Lied arrangiert und produziert“, sagt Deutschländer. 

Zum Reinhören (30 Sekunden) gibt es den Song „Auftrittsverbot“ schon jetzt auf amazon.de sowie Stream- und Downloadmöglichkeiten auf Spotify, Napster, Musicload und Youtube play. Später soll dann noch iTunes dazu kommen. Ein erstes Live-Video von der Eröffnung der Karnevals-Session am 11.11. gibt es hier:

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