Auftakt Junge Kirche: „Planen und Einrichten gilt auch für unser Leben“

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Pfarrer Andreas Schulte rief während der Messfeier am Aschermittwoch zum Auftakt der Jungen Kirche dazu auf, sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen und die Fastenzeit als Baustelle zu nutzen.

Langenholthausen - Eine Baustelle nicht zu umgehen, sondern sie vielmehr bewusst zu betreten – dazu sind Jugendliche, junge Erwachsene und alle Junggebliebenen in der Fastenzeit in Langenholthausen eingeladen.

Unter dem Motto „Update jetzt! – Betreten der Baustelle erwünscht!“ findet in der St.-Johannes-Kirche das fünfte Junge-Kirche-Projekt statt. Der Auftakt war am Aschermittwoch. Pfarrer Andreas Schulte zelebrierte die Messfeier in einer Baustelle: Die im Altarraum abgelegten Helme, Westen, Schaufeln, die Spitzhacke und Absperrbake wiesen darauf hin, dass sich dort was tut.

Jeder kann seinen Teil dazu leisten, die Kirche anders einzurichten, sagte der Geistliche – Voraussetzung für ein gutes Gelingen sei allerdings ein genauer Plan. Dieser soll bis Ostern an den im Programm festgesetzten Tagen umgesetzt werden. 

Fastenzeit als Baustelle und Trainingslager

Aber: „Planen und Einrichten gilt auch für unser Leben.“ Deshalb könne die Fastenzeit als Baustelle und als Trainingslager in Sachen Glauben genutzt werden, riet Pfarrer Schulte. Er rief dazu auf, die Ziele nicht zu hoch zu stecken, sondern vielmehr da dafür zu sorgen, dass die Vorsätze auch eingehalten werden. 

Voll besetzt war das Gotteshaus; einen großen Teil der Besucher machten die Firmbewerber aus. Und diese packten nach der Messfeier auch mit an, als nach dem letzten Ton vom Musikkreis Langenholthausen die Umbauphase begann. Einige Bänke wurden ausgeräumt, der dadurch entstandene Leerraum muss neu gefüllt werden. „Lassen Sie sich überraschen“, sagte Gemeindereferentin Elke Luig. 

Die jungen Firmbewerber packten nach der Messfeier mit an, denn im Anschluss begann die Umbauphase. Einige Bänke wurden am Mittwochabend ausgeräumt.

Jeden Tag werde sich die Kirche ein wenig mehr verändern. Alle Augen richteten sich auf sie, als sie erklärte, was es mit dem Bauwagen auf sich hat, der vor dem Eingang steht: „Dieser Wagen kann auch zur Baustelle werden. Er steht für die Jugendlichen zur Verfügung, die Lust darauf haben, einen eigenen Raum für Treffen oder Musik nach ihren Wünschen zu gestalten.“ 

Die erste Veranstaltung der Jungen Kirche in diesem Jahr findet am Samstag, 4. März, ab 11 Uhr statt, wenn Pfarrer Andreas Schulte zu einem ersten Treffen für Jugendliche ab 13 Jahren zu „Exerzitien im Alltag“ unter dem Leitgedanken „Gönn‘ dir eine Auszeit“ einlädt.

„Ihr entscheidet, was gedreht wird“

Und am Sonntag, 5. März, beginnt schon die erste kreative Phase, findet doch ab 15 Uhr im Turmzimmer das Treffen zum Youtube-Dreh im Baumarkt Ahrens und Hilgert (Drehtag ist am 25. März) statt. „Ihr entscheidet, was gedreht wird“, wandte sich Elke Luig an die Jugendlichen. „Liebesgeschichte, Krimi, Musikvideo oder Interview, alles ist möglich.“ 

Drei Stunden später, ab 18 Uhr, wird die erste Jugendmesse gefeiert, die von Weihbischof Dominicus Meyer gehalten wird. Die Gestaltung des sich daran anschließenden Programms von 19 bis 21 Uhr, auch mit Improvisationstheater, hat das Dekanat Märkisches Sauerland übernommen.

Dieses Fastenzeit-Projekt wird vom Erzbistum Paderborn unterstützt, vor allem was die musikalische Gestaltung der Sonntagsmesse jeweils ab 18 Uhr betrifft.

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