Erste Förderverträge übergeben

Auftakt für Leader-Kleinprojekte in Balve und Neuenrade

Für das Babywald-Projekt in Mellen fließt Geld. Thomas Gemke (links) überbrachte die Förderzusage.
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Für das Babywald-Projekt in Mellen fließt Geld. Thomas Gemke (links) überbrachte die Förderzusage.

Nachdem vor rund einem Monat 24 Kleinprojekte den Förderzuschlag der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der heimischen Leaderregion am Sorpesee erhalten haben, wurden nun die ersten Verträge unterzeichnet.

Unter anderem für das Kunstfenster in Neuenrade und den Babywald in Mellen.

„Viele Projektträger, vor allem Vereine, aber auch Privatpersonen, stehen bereits in den Startlöchern und freuen sich, ihr Vorhaben nun umsetzen zu können“, sagt Leader-Regionalmanagerin Annika Kabbert. Zusammen mit ihrer Kollegin Leonie Loer und Ex-Landrat Thomas Gemke, jetzt Vorsitzender des heimischen Leader-Vereins, besuchte Kabbert die Projektträger und überreichte die unterschriebenen Verträge.

Erste Station ist Neuenrade

Bei einer kleinen Tour quer durch die Leaderregion Sorpesee machte das Trio zunächst im Neuenrader Zentrum am Kunstfenster Alte Apotheke Station. Hier traf das Leader-Team auf den Projektträger Bernd Buntenbach und die Initiatorin Irmhild Hartstein. Mit dem Kunstfenster im Ladenlokal der ehemaligen Apotheke wird es kleinen und großen Besuchern ermöglicht, Kunst und Kultur auch in Pandemiezeiten zu erleben. Die große Schaufensterfront bietet dafür ideale Einblicke.

Um das Ladenlokal hinter dem Kunstfenster vernünftig ausstatten zu können, fließen Fördermittel nach Neuenrade. Annika Kabbert (links) und Thomas Gemke (rechts) übergaben den Fördervertrag an Bernd Buntenbach und Irmhild Hartstein.

Mit den Projektgeldern von rund 7700 Euro werden die Räumlichkeiten ausgestattet, es wird für kulturelle Veranstaltungen geworben und die Initiatoren hoffen, bald Gäste in dem neu gestalteten Ladenlokal empfangen zu dürfen. Regionalmanagerin Annika Kabbert begrüßt das Vorhaben mit „besonderem kulturellen Mehrwert“. „Diese Aktion wirkt über die Stadtgrenzen hinaus und kann als Vorbild für andere Kunst- und Kulturschaffende gelten“, sagte die Leader-Regionalmanagerin.

In Mellen entsteht der Balver Babywald

Zweiter Halt war Mellen, wo auf einer Fläche in der Nähe der Vogelstange ab Herbst der Balver Babywald wachsen soll. Um den Standort aufzuwerten und zu ergänzen, werden mit den Fördergeldern Schautafeln mit Hinweisen zu regionalen Besonderheiten wie Fauna und Flora, aber auch mit Informationen zu Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten installiert. Eine Sitzgruppe, die zum Verweilen einladen soll, ist ebenfalls Bestandteil des Projektes. 4500 Euro betragen die Gesamtkosten, davon gehen 80 Prozent Zuschuss an das Heimatforum Mellen. Raimund Vedder-Stute, der Vorsitzende des im Herbst neugegründeten Vereins, freut sich über den Startschuss und verspricht, das Projekt mit weiteren Vorhaben im Dorf zu verknüpfen.

Die Leader-Gruppe schaute auch noch in Sundern-Hagen, wo für rund 7 500 Euro ein „Apfelbaumweg“ entsteht, und am Kloster Rumbeck in dem gleichnamigen Arnsberger Dorf vorbei. Hier wurde der neue Wanderführer „Klosterwirtschaft Rumbeck“ zum bestehenden Waldkulturweg vorgestellt. Das Projektvolumen beträgt knapp 10 000 Euro.

Heimische Leaderregion sehr vielfältig

„Diese vier Beispiele von 24 bewilligten Kleinprojekten zeigen, wie vielfältig die Bürgerregion am Sorpesee ist und dass diese Fördermöglichkeit als besonders wertvoll und nachhaltig von der Bevölkerung an- und wahrgenommen wird“, sagt Kabbert. Alle weitere Vorhaben müssen bis November umgesetzt werden und werden jeweils mit 80 Prozent gefördert. Aus dem Stadtgebiet Neuenrade werden insgesamt acht Projekte bezuschusst. Unter anderem gibt die Stadt das Wanderbooklet „Wandern im Oberen Hönnetal“ heraus, an der Hönnequell-Schule wird ein Spielfeld für die Trendsportart Qatch errichtet, die Küntroper St.-Sebastian-Schützen erneuern den Boden ihrer Schützenhalle und der SGV Neuenrade versetzt die zugewachsene Aussichtsplattform am Höhenflug-Wanderweg.

„Anfang 2022 wird es erneut einen Aufruf zur Förderung von Kleinprojekten und somit die Chance auf bis zu 20 000 Euro Unterstützung durch Landes- und Bundesmittel geben“, ruft Annika Kabbert schon jetzt dazu auf, neue Projekte zu planen.

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